Foto: Andrea & Bertram Mandel

Der Südosten Mallorcas ist durch Calas, Hafenorte und alte Dörfer mit viel ländlichem Charme bekannt. Abseits der Küste werden gern Fincas, Herrensitze und traditionelle Stadthäuser gekauft. „Uns gefällt, dass es authentisch ist und die Gegend von einer lässigen deutschen Community bevorzugt wird,“ sagt Bertram Mandel. Er und seine Frau Andrea hatten bei der Immobiliensuche spezielle Wünsche: Es sollte eine Symbiose aus Finca und Dorfhaus sein. Die Nähe zu einer ursprünglichen Ortschaft und fußläufig erreichbare Restaurants sollten also ebenso vorhanden sein wie Platz und Privatsphäre. Dafür war man bereit, sich auf ein längeres Projekt einzulassen.

Vier Wochen lang ging es kreuz und quer über die Insel, um Objekte unter die Lupe zu nehmen. Bis dann eine Maklerin einen alten Matadero (Schlachthof) am Ortsrand von Es Llombards bei Santanyí präsentierte. „Es war die perfekte Lage. Doch beim Anblick mussten wir erstmal schlucken“, erzählen sie. Auf dem verwilderten Grundstück, das 20 Jahre nur als Taubenschlag diente, türmten sich in den Betriebsgebäuden Metallschrott, Abfälle und alte Geräte. Hinter einer Mauer stand der Taubendreck eineinhalb Meter hoch, und obendrein galt es noch Asbestdächer zu entsorgen.

Doch die sich bietende Gelegenheit wurde erkannt: Das massive Betriebsgebäude mit den dicken Natursteinmauern und den hohen Decken könnte die Grundlage für ein schönes Haus bilden. Gekauft wurde dann mit dem Vorbehalt, dass dieses Projekt umsetzbar sein würde. Und es klappte: Die Baugenehmigung erhielt man, noch bevor die Inselregierung dann im Mai 2020 die Bauvorschriften für Fincas verschärfte. In Eigenregie hat das Paar dann 3D-Entwürfe erstellt. Man setzte auf ein mallorquinisches Team und war damit hochzufrieden.

Engagiert wurden nicht nur ein traditionsreiches Bauunternehmen, der Architekt und der Technische Architekt, sondern auch spezialisierte Handwerker und ein Berater für die Materialauswahl. Den Spagat zwischen modernem Wohnen und mallorquinischer Ursprünglichkeit zu schaffen war dabei die größte Herausforderung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Entstanden ist ein schmuckes Ensemble aus Natursteinhaus, Infinity-Pool, Patio und Casita. Getauft wurde das Objekt dann nach dem Marmor „Crema Marfil“, der hier viel verbaut worden ist: Son Marfil.

Mallorcas Südosten Ländlich geprägt ist die Region um Santanyí. An der Küste finden sich zahlreiche Bilderbuch- Calas der Insel

FOTOS: Andrea & Bertram Mandel

Kontakt

Objekt Son Marfil im Südosten Mallorcas, 10.500 m2 Grundstück, 430 m2 Wohnfläche, 5 Zimmer, 5 Bäder (4 davon en suite), Pool
Mietpreis ca. 700 bis 1.200 Euro pro Tag
Kontakt/Info www.mandel24.com

Dr. Gerald Paschen

ist Politikwissenschaftler und Spezialist für die internationalen Immobilienmärkte