Montana - Privatinsel mit eigenem Seeungeheuer
Schon gewusst? Nessie heißt in Montana Flessie. Und das Seeungeheuer treibt sein Unwesen eben nicht im Loch Ness, sondern im Flathead Lake. Also zumindest der Legende nach. Deswegen dürfte diese Insel nicht nur etwas für Einsiedler sein, sondern auch Exzentriker interessieren
Montana/USA
Es gibt so einige Legenden, die sich um Cromwell Island ranken. Manche sind eher zum Schmunzeln, andere könnten wohl wahr sein. Aber so ist das eben mit Legenden. Fakt ist, dass man in den 1930er Jahren mit den Bauarbeiten eines Damms an der Mündung des Flathead River begann. Vor dessen Fertigstellung wurde Cromwell Island in Zeiten niedrigen Wasserstands zu einer mit dem Ufer verbundenen Halbinsel. Heute ist das Eiland ganzjährig von Wasser umgeben.
Der Flathead Lake ist mit einer Fläche von fast 518 Quadratkilometern und einer Uferlänge von fast 300 Kilometern der größte natürliche Süßwassersee westlich des Mississippi – und damit sogar größer als Lake Tahoe. Reichlich Platz also für ein Seemonster, dem die Einheimischen inzwischen den Namen Flessie gegeben haben – in Anspielung auf das berühmte Pendant Nessie in Schottland. Erste Sichtungen eines walähnlichen Objekts gab es bereits 1889. Mittendrin im See: Cromwell Island mit fast 141 Hektar Größe, von der rund 40 Prozent bewaldet sind, einer Uferlänge von rund 4,5 Kilometern, einem ganzjährig nutzbaren Fähranleger und einem Luxuswohnsitz, der zwar rund 4.180 Quadratmeter Wohnfläche aufweist, sich aber im Rohbauzustand befindet. Das Warum ist schnell erklärt: Cromwell Island wurde Ende der 1980er Jahre von Robert M. Lee erworben, einem renommierten Sammler von Automobilen und antiken Waffen, Entdecker, Autor und Naturschützer. Vor seinem Tod im Jahr 2016 hatten Lee und seine Frau Anne mit dem Bau eines monumentalen Gebäudes Wohngebäudes begonnen, dessen Fertigstellung dann nie erfolgte. So hat Cromwell Island mit etwa 62,17 Millionen Euro auch einen stolzen Preis. Infos unter hallhall.com