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Das fast 100 Jahre alte Ferienhaus ist ein schlichtes Meisterwerk von Le Corbusier und steht an der französischen Mittelmeerküste | FOTO: Marion Sacco © FLC / ADAGP 2025

Le Pradet/Frankreich

Selbstverständlich liegt Schönheit grundsätzlich immer im Auge des Betrachters. Und womöglich werden Viele bei einem Ferienhaus in Südfrankreich auf einem rund 2.450 Quadratmeter großen Grundstück mit Pinien, Lavendel, Zypressen und Meerblick ein anderes Bild vor Augen haben als diesen doch recht schlichten L-förmigen Flachdachbau. ABER: Bei der rund 200 Quadratmeter großen, denkmalgeschützten Immobilie handelt es sich um ein architektonisches Meisterwerk. Ein Highlight aus dem Jahr 1930, konzipiert und entworfen von einem der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts, Le Corbusier. Abgesehen von seinen mitunter kontrovers diskutierten Entwürfen für Häuser, entwarf er auch Möbelstücke, von denen einige Weltruhm erlangten. Einige von diesen Möbeln befinden sich auch in dem nun angebotenen Ferienhaus in den Hügeln von Le Pradet. Der Ort an der südfranzösischen Mittelmeerküste liegt in der Nähe der Stadt Toulon.

Im Angebot heißt es, die Villa sei nach Hélène de Mandrot benannt, einer Förderin und Freundin von Le Corbusier. Sie verkehrte sie in den Künstlerkreisen der Pariser Avantgarde und interessierte sich besonders für Architektur. 1928 organisierte sie in ihrem Château de la Sarraz in der Schweiz den ersten Internationalen Kongress für moderne Architektur (CIAM). Im folgenden Jahr beauftragte sie Le Corbusier mit der Planung eines von Schlichtheit geprägten Projekts: ein kleines Ferienhaus mit zwei Schlafzimmern, vier Zusatzbetten und einem Garten. Begeistert davon, seine Konzepte für standardisierte Häuser im mediterranen Kontext umzusetzen, nahm Le Corbusier das Angebot an. Nun wird die Villa L’Artaude für 2,35 Millionen Euro exklusiv von Architecture de Collection angeboten. Infos unter www.architecturedecollection.fr