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FOTO: Nordwærme

Das Konzept klingt simpel, ist aber technologisch ein echter Gamechanger für die Sicherheit und den Werterhalt anspruchsvoller Anwesen. Das Unternehmen Nordwærme transferiert das Prinzip der Stadionheizung auf private Zuwege, Treppenaufgänge und Terrassen. Das Ziel ist dabei nicht die wohlige Wärme für Barfußläufer, sondern das konstante Halten der Bodentemperatur über dem Gefrierpunkt.

Effizienz statt Energieverschwendung

Entgegen der Vermutung, hier würde wertvolle Energie sinnlos in den Orbit geheizt, arbeitet das System als intelligenter Sicherheitswächter. Moderne Sensoren registrieren die Kombination aus Feuchtigkeit und Bodentemperatur. Die Heizung schaltet sich nur dann ein, wenn tatsächlich Glättegefahr besteht. In Verbindung mit einer Wärmepumpe oder der hauseigenen Photovoltaik-Anlage lässt sich der Winterdienst so nahezu klimaneutral organisieren. Ein entscheidender ökologischer Vorteil: Der Einsatz von aggressivem Streusalz, das nicht nur Pflanzen schadet, sondern auch hochwertige Natursteinbeläge angreift, erübrigt sich komplett.

Technik, die unter die Haut geht

Die Installation ist heute deutlich flexibler als früher. Während bei großen Flächen ab 100 Quadratmetern meist wassergeführte Glykol-Systeme zum Einsatz kommen, lassen sich kleinere Areale effizient elektrisch eisfrei halten. Besonders spannend für Bestandsimmobilien: Bestehende Zement-Fundamente oder bereits versiegelte Flächen müssen nicht zwingend aufgerissen werden. Experten wie David Burckhardt setzen hier auf spezialisierte Frästechniken, um die Heizschleifen nachträglich in den Boden zu integrieren. Ob steile Garagenauffahrt oder die exponierte Loggia – die Technik sorgt für Trittsicherheit, ohne die Ästhetik der Architektur durch grobe Streugutbehälter zu stören.

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Gerhard Rodler

Chefredakteur