Zahlen, Daten und Fakten rund um Ferienimmobilien

Jedes dritte Ferienobjekt wurde innerhalb der letzten vier Jahre gekauft, jeder vierte Eigentümer plant den Kauf eines weiteren Urlaubsdomizils...
Boom in der Branche: Die Nachfrage nach Ferienimmobilien ist weiter ungebrochen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktanalyse von FeWo-Direkt und Engel & Völkers. Vom 27. Februar bis zum 30. März 2015 beteiligten sich 4.410 Eigentümer von privaten Ferienwohnungen an der Studie.

Demnach erwarb fast jeder Dritte (32,1 Prozent) der heutigen Eigentümer seine Ferienimmobilie innerhalb der letzten vier Jahre. 57,5 Prozent aller Ferienobjekte wurden seit 2005 gekauft. Über die Hälfte dieser Objekte (53 Prozent) liegt in Deutschland – rund ein Viertel davon an der Nord- und Ostsee. Räumliche Nähe, Rechtssicherheit und die guten Renditeaussichten ziehen Käufer auf den deutschen Ferienimmobilienmarkt. Auch bei den Neuinvestitionen liegt Deutschland vorn: Knapp zwei Drittel der deutschen Eigentümer erwerben hier ein Ferienobjekt. In Spanien kauften 10,3 Prozent der befragten Eigentümer ein Feriendomizil, in Österreich 7,2 Prozent.

Eigennutzung und Altersvorsorge als Erwerbsgrund

Der am häufigsten genannte Grund für den Erwerb einer Ferienimmobilie ist mit 60,2 Prozent die Eigennutzung. Das zweitwichtigste Kaufmotiv ist mit 46,2 Prozent die Altersvorsorge, gefolgt von der gewinnbringenden Vermietung mit 27,2 Prozent. Jeder dritte Investor (32,2 Prozent) seit 2011 nutzt die neu erworbene Immobilie mittlerweile als Geld- und Kapitalanlage.

Bei den Kaufkriterien kommt es vor allem auf die Lage an. So nannten 88,2 Prozent der befragten Immobilienbesitzer die Lage des Objektes als wichtigstes Kriterium für den Kaufentscheid. Auch der Kaufpreis (60,1 Prozent) und der Standort (44 Prozent) wurden als wichtige Kaufkriterien genannt. Knapp drei Viertel (72,8 Prozent) der Käufer, die ihr Objekt in den letzten fünf Jahren erwarben, vermieteten ihre Ferienimmobilie unmittelbar nach dem Erwerb. Demnach zählt auch das Vermietungspotential für 52,5 Prozent der Eigentümer zu den relevanten Kaufkriterien.

Rendite und Nachfrage

Die Bruttorendite für Ferienimmobilien liegt in Deutschland bei durchschnittlich 7,9 Prozent – vor allem in den beliebten Urlaubsregionen an der Küste und in Bayern sorgt die anhaltende Nachfrage für solide Mieteinnahmen und attraktive Bruttorenditen. Die höchsten Bruttorenditen lassen sich aufgrund der niedrigen Investitionskosten derzeit mit Ferienimmobilien auf dem Ostsee-Festland erzielen, wo bis zu zehn Prozent Rendite möglich sind.

Die Nachfrage nach Ferienimmobilien ist vor allem im Preisbereich bis 500.00 Euro und mehr deutlich gestiegen. 23,7 Prozent der in dem Zeitraum von 2011 bis 2015 erworbenen Objekte lagen in diesem Preissegment. Im Durchschnitt investierten die befragten Besitzer rund 205.000 in den Erwerb einer Ferienimmobilie. Damit liegt der aktuelle Durchschnittswert 6,6 Prozent über dem des vorangegangenen Erwerbszeitraum von 2001 bis 2010 von rund 192.000 Euro.