Wohn-Riester: Änderung der Förderung

Der Gesetzgeber hat Änderungen bei der Riester-Rente beschlossen. Vor allem aktuelle und angehende Eigenheimbesitzer profitieren künftig von flexibleren Regeln beim Wohn-Riester. Darauf weist die LBS-Gruppe hin.
Mit dem Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz ergeben sich mehrere Änderungen für den Wohn-Riester. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
Wohn-Riester Änderung
Eigenheimbesitzer profitieren künftig von flexibleren Regeln beim Wohn-Riester Quelle: Fotolia

Jederzeitige Kapitalentnahme

In Zukunft können Riester-Sparer bis zum Beginn der Auszahlungsphase jederzeit Kapital aus ihrem Riester Sparvertrag entnehmen. Dieses kann für den Kauf oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum und die Tilgung eines Immobiliendarlehens eingesetzt werden. „Bislang musste ein direkter zeitlicher Zusammenhang zum Erwerb der Immobilie bestehen, und eine Entschuldung war nur zu Beginn der Auszahlungsphase möglich“, sagt Professor Heinrich Bockholt vom Institut für Finanzwirtschaft in Koblenz.

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Barrierefreier Umbau

Riester-Guthaben kann künftig auch für alters- und behindertengerechte Umbaumaßnahmen verwendet werden. Voraussetzungen: Die Hälfte der Summe wird für Maßnahmen eingesetzt, die den gesetzlichen Vorgaben für einen barrierefreien Umbau entsprechen. Der übrige Kostenanteil muss ebenfalls der Reduzierung von Barrieren in oder außerhalb der Immobilie dienen. Beides ist von einem Sachverständigen zu bestätigen, und der Sparer kann keine weiteren Zuschüsse oder Steuererleichterungen in Anspruch nehmen. Wurde die Immobilie vor weniger als drei Jahren angeschafft, müssen mindestens 6.000 Euro entnommen werden. Liegt der Erwerb länger zurück, sind es mindestens 20.000 Euro.

Jederzeitige Einmalbesteuerung

Die Riester-Beiträge und Zulagen werden auf einem fiktiven Wohnförderkonto erfasst und verzinst. Zu Beginn der Auszahlungsphase mussten sich Sparer bislang zwischen einer Besteuerung der dort aufgelaufenen Summe in gleichen Raten bis zum 85. Lebensjahr oder einer rabattierten Einmalbesteuerung von 70 Prozent des geförderten Kapitals entscheiden. Durch die Gesetzesänderung besteht die Möglichkeit zur Einmalbesteuerung während der gesamten Auszahlungsphase.

Neuregelung des Entnahmebetrags

Bis dato durften Sparer für den Erwerb von Wohneigentum bis zu 75 Prozent oder die komplette Summe aus ihrem Riester-Vertrag entnehmen. Diese Einschränkung entfällt. Künftig kann jeder Betrag ab 3.000 Euro entnommen werden, bei Teilentnahmen müssen mindestens 3.000 Euro im Vertrag verbleiben.

Flexiblere Wechselfristen

In Zukunft haben Riester-Sparer beim Verkauf oder der Vermietung ihres Wohneigentums mehr Zeit, den geförderten Betrag in gleicher Höhe in eine andere Immobilie zu investieren. Professor Thomas Dommermuth vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung in Altenstadt: „Die Frist dafür verlängert sich auf zwei Jahre vor und fünf Jahre nach Ablauf des Veranlagungszeitraums, in dem die Wohnung letztmals selbst genutzt wurde.“
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