Foto: Arnt Haug/Bellevue

Die Verfechter dieser Lebensart versprechen sehr Glück und Zufriedenheit durch Verzicht. Was auf den ersten Blick paradox erscheinen mag, scheint bei genauerer Betrachtung eine genial einfache Philosophie zu sein: Man soll nur das besitzen, was man wirklich braucht und was einem wichtig ist. Alles andere kann weg. Wer neugierig auf den neuen Trend ist, erhält in diesem Beitrag einige Tipps zum Ausprobieren.

Das Ziel ist mehr Platz schaffen

Sich von einigen Dingen zu trennen ist kein Selbstzweck. Vielmehr soll die eigene Umgebung durch das Reduzieren der Zahl von Möbeln und Einrichtungsgegenständen aufgeräumter und entspannender werden. Gerade in nicht so großen Wohnungen nehmen Dekomöbel und Co. nur unnötig Platz weg. Auch beherbergen Schränke und Kommoden oft viele Gegenstände, die man gar nicht mehr braucht. Es lohnt daher eine Bestandsaufnahme.

Ordnung ist das halbe Leben

Möchte man seine Wohnung etwas minimalistischer gestalten, beginnt man am besten mit einem einzelnen Zimmer. Ein guter Anfang ist das Sortieren des Inhalts der Kommoden und Kleiderschränke. Kleidungsstücke, die Jahre nicht getragen wurden können in der Regel aussortiert werden. Wer sie nicht gleich entsorgen oder besser zur Kleidersammlung geben möchte, bedient sich eines kleinen Tricks: Alle lange ungenutzt geblieben Sachen kommen in einen Karton. Wenn man innerhalb des nächsten Jahres nichts daraus braucht, wird das wohl auch in Zukunft so bleiben. Nicht nur bei Kleidung, auch bei den übrigen, vielleicht längst vergessenen Gegenständen kann diese Methode helfen, Wichtiges von unwichtigem zu trennen. Viele werden überrascht sein, dass einige Möbelstücke nur Kleinkram aufbewahren, den man nicht braucht. Besser ist es, sich auf einige wenige Möbelstücke zu beschränken, welche genau passend für die eigenen Bedürfnisse sind. So kann man zum Beispiel für die Küche einen Klapptisch anschaffen oder ein Doppelbett von Wohnen.de kaufen, in dessen Bettkasten man alles Nötige verstauen kann.

Aufs wesentliche beschränken

Vielleicht hat man so schon das ein oder andere Regel freigemacht. Diese können dann ruhigen Gewissens verschenkt oder verkauft werden. Auch einzelne Hocker oder Beistelltische, die eigentlich keine Funktion erfüllen, können ausgemistet werden. Doch sollte man jetzt nicht der Versuchung erliegen, die frei gewordene Fläche erneut mit Dekoartikeln oder Wandbildern zu verstellen. Setzen Sie für nachhaltiges Wohnen Akzente lieber gezielt ein, indem Sie etwa für passende Beleuchtung sorgen und sich auf einzelne Gegenstände beschränken. Wie wäre es zum Beispiel mit einer schönen Pflanze?

Aufräumen und Ordnung halten

Eine aufgeräumte Wohnung beruhigt das Auge und hilft gegen Stress. Verstauen Sie daher alle verbliebenen Gegenstände an einem festen Platz, am besten in blickdichten Behältnissen. Lassen Sie nichts auf dem Fußboden stehen oder liegen, und räumen Sie alle Utensilien nach Gebrauch sofort wieder weg. Wem die eigenen vier Wände nun etwas zu kahl vorkommen sollten, der kann mit einfarbigen Textilien wie Kissen oder Decken für etwas mehr Gemütlichkeit sorgen. Übertreiben Sie jedoch auch hier nicht, sonst ist die gewonnene luftige Umgebung gleich wieder passé.