Bundesrepublik kauft in L.A. die Thomas-Mann-Villa

Für etwa 13 Millionen Dollar hat die Bundesrepublik Deutschland die ehemalige Villa
des deutschen Schriftstellers und Emigranten Thomas Mann in Los Angeles erworben. 

Die Familie Mann lebte insgesamt 10 Jahre in der Villa in Pacific Palisade (Foto: imago/PEMAX/AFP/Getty Images)

"Weisses Haus des Exils"

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erklärte dazu: „Thomas Manns Haus war so etwas wie das "Weiße Haus des Exils". Hier war die Heimat für viele Deutsche, die gemeinsam für eine bessere Zukunft unseres Landes gestritten, um die Wege zu einer offenen Gesellschaft gerungen und ein gemeinsames transatlantisches Wertefundament erarbeitet haben.“ 

Nach Plänen des Außenministeriums soll das Haus voraussichtlich als Residenz für Nachwuchskünstler genutzt werden. 

Der Kauf war aus Sicht des Auswärtigen Amtes nötig geworden, da eine amerikanische Immobilienfirma das Haus anbot, ohne auf den historischen Zusammenhang hinzuweisen. Da die Villa nicht unter Denkmalschutz steht, gab es die Befürchtung, das Haus müsse bei einem privaten Investor einem lukrativeren Neubau weichen. 

Die Familie Mann lebte nach der Emigration aus NS-Deutschland von 1942 bis 1952 in dem Haus in Pacific Palisades am Westrand von Los Angeles. Der  Literaturnobelpreisträger schrieb hier unter anderem Werke wie "Doktor Faustus" und "Der Erwählte".

Rund 13 Millionen soll das Anwesen gekostet haben (Foto: imago/PEMAX)


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