Preisanstiege bei Wohnimmobilien mittlerer Qualität

Um 2,7 Prozent sind die Preise globaler Wohnimmobilien im Jahresvergleich gestiegen. Allen voran in der Türkei...
Angeführt von der Türkei und gefolgt von Hongkong und Neuseeland haben sich die Preise für Wohnimmobilien mittlerer Qualität per Ende des dritten Quartals 2015 positiv entwickelt. 45 der insgesamt 55 im Rahmen der Global House Price Index-Studie untersuchten Märkte verzeichneten demnach einen Preiszuwachs im mittleren Wohnbereich. Der Global House Price Index wird von der internationalen Immobilienberatung Knight Frank quartalsweise ermittelt.

Demnach stiegen die Preise in der Türkei um 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch Hongkong konnte mit 16,7 Prozent einen zweistelligen Preiszuwachs verzeichnen, ebenso wie Neuseeland, wo die Preise um 12,6 Prozent seit 2014 gestiegen sind. Gründe für den Preisanstieg in der Türkei seien laut Knight Krank eine hohe Investitionsbereitschaft aus dem Ausland, ein starkes Bevölkerungswachstum und weniger Neubauten.
globale Wohnimmobilien Ranking
Ranking globaler Wohnmärkte Quelle: Knight Frank Residential Research

Preise in Deutschland stiegen moderat

Während im asiatischen Raum die Preise weitestgehend gestiegen sind, zeigt sich auf dem europäischen Markt ein eher gemischtes Bild. Während in Schweden (11,1 Prozent), Luxemburg (10,1 Prozent), Ungarn (9,5 Prozent), Estland (9,1 Prozent) und Irland (8,9 Prozent) die Preise für Wohnimmobilien im Vergleich zum Vorjahr relativ stark gestiegen sind, verzeichneten die Märkte in Frankreich (-2,9 Prozent), Italien (-3 Prozent) und Griechenland (-4,9 Prozent) einen Preisfall.

Deutschland reiht sich mit einem Plus von 4,7 Prozent in den letzten zwölf Monaten auf Platz 25 ein. Mit einer Preissteigerung um zwei Prozent liegt die Schweiz auf Platz 38 und Österreich mit 1,4 Prozent Preissteigerung (2. Quartal 2015) auf Rang 40. In Spanien (1,2 Prozent 2. Quartal 2015) und Portugal (1 Prozent) stiegen die Preise gering.