Marktreport Mallorca: Weltklasse in Lebensqualität

Immobilien auf Mallorca sind alles andere als billig. Man zahlt eben nicht nur für Lage und Ausstattung, sondern auch für Freizeitwert, Erreichbarkeit, Sicherheit und mehr. Qualität hat ihren Preis. Lebensqualität erst recht

Die lebenswerteste Stadt der Welt

Ende März veröffentlichte die ehrwürdige Londoner Sunday Times ihre alljährliche Liste der „Best Places to Live in the World“. Die weit gereisten Reise­redak­teure und Autoren der Sonntagszeitung setzten Berlin auf Platz fünf, das vietnamesische Küstenstädtchen Hôi An auf Rang vier, Neuseelands Auckland auf Rang drei und Kanadas Toronto auf Platz zwei. Und als lebenswerteste Stadt der Welt wurde ausgerufen: Palma de Mallorca!
Gut, über den Wert solcher Hitparaden im Allgemeinen und über die einzelnen Platzierungen im Speziellen lässt sich bestimmt leidenschaftlich diskutieren. Dennoch dürfte eines ziemlich sicher sein: Vor zehn Jahren wäre Palma kaum auf einer solchen Liste aufgetaucht. Und schon gar nicht ganz oben. Der Chart spiegelt eines wider: Mallorcas Metropole hat sich in der letzten Dekade enorm gewandelt.
  • Von wegen überfüllt: Mallorca bietet immer noch abgeschiedene Flecken Quelle: finest-selection.com
    Panoramaaussicht
  • ... und das trotz der zehn Millionen Besucher im Jahr. Quelle: finest-selection.com
    Finca auf Mallorca
  • Im Norden der Insel bei Pollenca liegt beispielsweise dieser historische Landsitz Quelle: finest-selection.com
    Finca vor Bergen Mallorca
  • Absolut en vogue in Palma: kleine, feine Hotels wie das "Cort" Quelle: Cort Hotel
    Schlafzimmer eines Boutiquehotels
  • Bestlagen im Südwesten: Traumvilla in der Cala Lllamp bei Port d'Andratx Quelle: Landmark GmbH
    Villa Cala Llamp
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Ein Tag in Palma reicht nicht

Früher reichte ein Tagesausflug in die Inselhauptstadt. Man schaute sich die Kathedrale an, bummelte den ­Passeig des Born hoch bis zu den verwinkelten Einkaufsstraßen und ging zum Abendessen noch einmal in die touristische Llotja. Heute lohnt sich schon ein mehrtägiger Citytrip – gerade in der Nebensaison, wenn die Insel nicht aus allen Nähten platzt. Man besucht die In-Viertel Portixol, Calatrava und Santa Catalina, es gibt Märkte, Ausstellungen, Gale­rien, Weinproben, Golfplätze, Tours de ­Tapas, Beachclubs, tolle Bars mit Livemusik, Cafés, Restaurants für jeden Geschmack, kleine Boutiquen und Dependancen der großen Modemarken. Fast monatlich eröffnet derzeit ein neues Boutiquehotel in Palmas Altstadt – eines schicker als das andere.

Vetternwirtschaft und Korruptionsskandale in Stadt- und Insel­regierung sowie die allgemeine Wirtschaftskrise der letzten Jahre haben die rasante Entwicklung der Stadt zwar gebremst und unterbrochen, aber sie haben sie nicht aufhalten können. Selbst am großen Kongresszentrum, das jahrelang als verlassene Baustelle am Beginn des Passeig Marítim stand, wird endlich wieder gearbeitet. Wenn das erst fertiggestellt ist und gut gemanagt wird, ist für Palma ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Ganzjahresdestination getan.

Mehr als ein Urlaubsdomizil

Palma ist nicht nur attraktiv und abwechslungsreich, es ist auch sicher und sauber, es gibt Ärzte, Kindergärten und internationale Schulen. Immer mehr Nord- und Mitteleuropäer entdecken Mallorca und seine Hauptstadt daher nicht nur als Urlaubs­domizil, sondern als Lebens­mittel­punkt. Dank Internet können viele Menschen mittlerweile ortsunabhängig ihrer Arbeit nachgehen. Und wenn dann doch einmal persönliches Erscheinen gefragt ist, stehen genügend Flüge zur Auswahl. Der Kunde in Stuttgart lässt sich von Palma aus fast genauso schnell, gut und günstig erreichen wie von Hamburg aus.
 
Die begehrtesten Lagen für Stadtwohnungen der Zugereisten sind die bereits erwähnten Viertel Calatrava, Portixol und Santa Catalina (Letzteres mittlerweile eine Hochburg der Skandinavier). Als Nächstes wird wohl Sa Gerreria erobert werden. Hier stehen zahlreiche, teils verfallene Altbauten zum Verkauf und warten auf eine Restaurierung. Spätestens in zehn Jahren werden auch hier alle Dachterrassen belegt sein.

Lagen & Preise auf Mallorca

Karte der Lagen und Preise auf Mallorca
Meerblick ist das wichtigste Kriterium für Immobilien an der Küste, im Landesinneren sind Fincas gefragt Quelle: Bellevue

Zwei Immobilienmärkte

Die klassischen Villenviertel der Stadt sind nach wie vor Son Vida und das westlich von Palma gelegene Bendinat. Beson­ders Häuser in erster Meereslinie von Alt-Bendinat sind heiß begehrt. Allerdings sind diese auch rar gesät. Es kursieren Geschichten von Käufern, die hier für etliche Millio­nen ein Haus gekauft haben, nur um es dann abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Geld spielt nicht die Hauptrolle, es geht einzig um die Lage. Was gibt es sonst Neues auf Mallorcas Immobilienmarkt? Mit welchem Grundwissen sollten Interessenten auf die Suche nach einer Immobilie gehen?

Generell gilt: Es gibt auf Mallorca zwei Immobilienmärkte. Den der Mallorquiner und den der Ferienhäuser. Die beiden haben aber so gut wie nichts miteinander zu tun. Es stimmt zwar, dass Spanien immer noch unter der Banken-, der Wirtschafts- und der Immobilienkrise leidet, dass es eine enorm große Anzahl von Haus- und Wohnungsbesitzern gibt, die große Probleme mit ihren Hypotheken haben, und dass man bei der Bad Bank ganze Wohnkomplexe für einen Bruchteil ihres ehemaligen Werts erwerben kann. Das alles hat aber nichts mit den Grundstücken, Villen und Apartments zu tun, für die sich der gemeine Mallorca-Liebhaber interessiert.

Es gibt genügend Auswahl

Der Markt der Ferien­immobilien präsentiert sich seit 2014 absolut stabil, die Verkäufe haben wieder deutlich angezogen. Klassische Schnäppchen gibt es in dem Segment nicht mehr, höchstens noch günstige Gelegenheiten. Auch existiert ein großer Unterschied zu dem Markt, den man vielleicht aus einer deutschen Großstadt gewohnt ist. München, Hamburg und Köln sind zurzeit Verkäufermärkte, d. h. das Angebot ist gering. Als Käufer ist man froh, wenn man überhaupt etwas Attraktives angeboten bekommt.

Auf Mallorca ist das Gegenteil der Fall: Es gibt genügend Auswahl. Laut einer aktuellen Studie, erhoben durch das unabhängige Center for Real ­Estate ­Stu­dies im Auftrag des Immo­bilien­unter­nehmens Porta Mallor­quina, stehen auf ganz Mallorca derzeit knapp 4.000 Ferien­immobilien zum Verkauf. 28 Prozent davon befinden sich im Südwesten, zwischen Palma und Port d’Andratx, der am dichtesten besiedelten, beliebtesten und auch teuersten Region.

Internationaler Käufermarkt

Die Preise hängen von Lage und Blick ab. Für Immobilien mit Meerblick werden Aufschläge von bis zu 50 Prozent bezahlt. Auch wenn Mallorcas Klientel immer inter­natio­naler wird, die beiden mit Abstand stärks­ten Käufer- und Verkäufergruppen stammen traditionell aus Großbritannien und dem deutschsprachigen Raum. Festlands-Spanier sind derzeit immer noch sehr zurückhaltend. Sehr aktiv sind zurzeit dank des schwachen Euros allen voran Skandinavier (besonders in Palma und im Südosten). Russen spielen aufgrund des schwachen Rubels und der Ukraine-Krise nur Statistenrollen. Dafür treten zunehmend Amerikaner und sogar schon die ersten Chinesen in Erscheinung.

Interessant wird die Entwicklung im Nordosten. Bei Canyamel lässt eine Inves­to­rengrupe aus Katar gerade ein neues Fünf-Sterne-Hotel mit 200 Zimmern errichten. 2016 soll der Palast unter der Leitung von Grand ­Hyatt eröffnen. Rund um das Hotel entstehen auch eine ganze Reihe von Luxusvillen. Und ein paar Kilometer weiter, auf dem Landsitz Sa Carossa nahe Artà, laufen die Pläne für ein luxuriöses Wellnesshotel. Man darf gespannt sein, wie sich dies langfristig auf den Immobilienmarkt im Nordosten auswirken wird. Jede Region der Insel hat ihren eigenen Charme und ihre eingeschworene Fan­gemein­de: das urbane Palma, der luxu­riö­se und belebte Südwesten, das ländliche Insel­innere, der sanfte Südosten mit seinen Traumbuchten, die wilde Westküste, die Bodenständigkeit und Weite im Nordosten, das Under­state­ment im Norden. Wer die Insel bereist, hat gute Chancen, hier seinen ganz persönlichen „Best ­Place to ­Live in the World“ zu finden.
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