Mallorca: Topstandort für Ferienimmobilien

Auch wenn die Krise Spuren hinterlassen hat – Mallorca bleibt einer der besten Standorte für Ferienimmobilien in Europa
Gäbe es eine Ratingagentur für Standorte von Ferien­immobilien, dann bekäme Mallorca in fast allen Bereichen Bestnoten. Politische Sicherheit, persönliche Sicherheit, Erreichbarkeit, Infrastruktur, Klima, Attraktivität, Freizeitangebot, medizinische Versorgung – welche andere Ferienregion rund ums Mittelmeer hat in der Summe all dieser Bereiche Vergleichbares zu bieten und kann auch nur annähernd mit der Baleareninsel mithalten?
Ferienimmobilien auf Mallorca
Ferienimmobilie auf Mallorca Quelle: Bellevue-Ferienhaus
Auch für die aktuelle Saison sind Hotels und Ferienfincas wieder bestens gebucht – nicht zuletzt aufgrund der politischen Unruhen in nordafrikanischen Ländern wie Ägypten oder Tunesien. Mallorca-Flüge kosten bis zu 700 Euro und sind trotzdem bis auf den letzten Platz besetzt. 22 Millionen Passagiere werden 2013 am Flughafen von Palma ankommen und abfliegen. In den angesagten Restaurants der Insel hat man am Wochenende ohne Reservierung keine Chance auf einen Tisch. Sieht so eine Krise aus? Die Manager anderer Ferien­regionen würden sich nach diesen Zahlen genüsslich die Finger lecken.

Auch wenn es mal ein bisschen rauf- und runtergeht: Mallorca war, ist und bleibt ein überaus attraktiver und stabiler Markt – für den Tourismus ebenso wie für Immobilien-Investitionen.
Wer sich den Traum vom Domizil unter südlicher Sonne erfüllen möchte, sollte nur nicht mit falschen Vorstellungen in das Flugzeug nach Palma steigen. Für Laien ist die derzeitige Situation auf dem mallorquinischen Immobilienmarkt zunächst nicht so einfach zu verstehen. Immer wieder ist in den Medien die Rede vom dramatischen Absturz der spanischen Immobilienpreise und von der Schnäppchenwohnung mit Meerblick für 50.000 Euro. Das ist richtig und falsch zugleich. Es gibt diese enormen Preisnachlässe von 50, 60, ja sogar 80 Prozent. Es gibt sie auch auf Mallorca. Aber sie betreffen vorwiegend die „normalen“ Wohnimmobilien. Tatsächlich werden zum Beispiel im Norden von Palma Apartamentos mit Blick über die Ringautobahn bis hinunter zur Küste für 30.000 Euro angeboten, die noch vor ein paar Jahren für 120.000 Euro gehandelt wurden. Es gibt auch die neu geschaffene, landesweite „Bad Bank“ namens Sareb, in der überfinanzierte Immobilien von insolventen Bauträgern, Sparkassen und auch Privatpersonen gesammelt, gebündelt und dann auf Teufel komm raus wieder veräußert werden sollen – das hat aber nichts mit Ferienimmobilien zu tun. Jedenfalls nicht mit mallorquinischen. Und selbst wenn mal so ein Schnäppchen auf den Markt kommt, geht es garantiert im Vorwege unter den Insidern weg. 

Generell lässt sich aber sagen: Seit dem Beginn der Finanzkrise 2008 haben die Preise für Ferienimmobilien auf Mallorca um rund 25 Prozent nachgegeben. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass sie vorher 20 Jahre lang fast jedes Jahr zweistellig zugelegt hatten. Wer sich heute die Mallorca-Angebote aus den BELLEVUE-Ausgaben der frühen 1990er-Jahre anschaut, bekommt feuchte Augen: Damals wurden halb so hohe Summen wie heute aufgerufen – und das auch noch in D-Mark.

„Der Preis ist nicht gerade niedrig, aber er geht in Ordnung.“

Wer auf dem Höhepunkt des Immobilienbooms zum Verkauf stehende Immobilien besichtigte, kam sehr oft zu einem frustrierenden Ergebnis: „Schöne Wohnung, tolle Aussicht, aber definitiv zu teuer.“ Heute kommt man immer öfter zu der Feststellung: „Der Preis ist nicht gerade niedrig, aber er geht in Ordnung.“ Und zehn Prozent Verhandlungsspielraum sind meistens auch noch drin. Preisvorstellungen von Verkäufer und Käufer liegen bei immer mehr Objekten nicht mehr unüberbrückbar weit auseinander, sondern haben sich aufeinander zubewegt. Das Angebot für den „Ausländer“-Markt wird von den führenden Maklern der Insel auf 2.500 bis 3.000 Objekte – Fincas, Villen, Ferienhäuser und Wohnungen – geschätzt. Das Gros der Interessenten stammt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, gefolgt von Briten und Skandinaviern. Palmas Szeneviertel Santa Catalina wird mittlerweile schon „Little Stockholm“ genannt, weil sich hier immer mehr Schweden einkaufen. Auch Osteuropäer entdecken zunehmend die Inseln im westlichen Mittelmeer. Derzeit werden in der Balearen-Regierung Regelungen diskutiert, die zum Beispiel russischen und unkrainischen Immobilienbesitzern erlauben, bald mit einem Dauer­visum einzureisen.

Anders als derzeit in den deutschen Metropolen ist der kaufwillige Interessent auf Mallorca umworbener König. In Hamburg, München und Köln trifft kleines Angebot auf große Nachfrage, auf Mallorca ist es umgekehrt: großes Angebot, geringe Nachfrage. Aber das könnte sich auch wieder ändern. Derzeit entstehen inselweit so gut wie keine neuen Anlagen oder Urbanisationen. Es ist also durchaus denkbar, dass Mallorcas Immobilienmarkt in zwei, drei Jahren wieder vor einem Engpass steht und die Preise dann wieder anziehen werden. Beste Voraussetzungen hat die Triple-A-Insel ja bekanntlich.
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