Ratgeber: Tipps und Tricks zum Hauskauf in Südafrika

Was ausländische Immobilienkäufer in Südafrika wissen müssen
Wer schon mal da war, kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Das Land am Kap zählt landschaftlich zu den schönsten der Erde, und nicht erst seit der Fußball-WM zieht es auch Ausländer auf der Suche nach Immobilien nach Südafrika.

Zahlen & Fakten

Fläche: 1.219.090 km2, Bevölkerung: 45,6 Millionen; Staatsform: Präsidialrepublik, neue Verfassung seit Februar 1997; Hauptstadt: Pretoria (ca. 2 Millionen Einwohner).
Hauskauf in Südafrika: Tipps und Regeln
Tipps zum Immobilienerwerb in Südafrika Quelle: Fotolia

Wer darf kaufen?

Ausländer (non-residents) können prinzipiell unbegrenzt Immobilien erwerben. Allerdings können die Aufenthaltsgesetze (siehe "Goldene Regeln" unten) einschränkend wirken.

Regionen & Preise

Südafrika hat über viele Jahre enorme Steigerungsraten erlebt: Ab 1994 gab es jährlich zweistellige Zuwächse bis hin zu 35 Prozent 2005/06 verlangsamte sich der Boom zwar, doch die Aussichten blieben, auch dank der Fußballweltmeisterschaft 2010, gut. Die Toplage ist Kapstadt mit der Kap-Halbinsel (Camps Bay, Clifton): Dort kosten Häuser mindestens 600.000, Apartments nicht unter 150.000 und Villen in gated communities 400.000 bis 600.000 Euro. Landhäuser innerhalb eines Radius von zwei Stunden Autofahrt sind noch ab 150.000 Euro zu haben (ab drei Stunden Autofahrt teils sogar noch für 80.000 Euro).

In touristischen Regionen (Garden Route, Winelands) stehen oft auch Gästehäuser und kleine Hotels (ab 800.000 Euro) sowie Weinfarmen zum Verkauf (nicht unter 2 Mio. Euro). Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten oft die Golfvillen in den vielen Golfresorts des Landes. Als teurer Standort gilt mitterweile auch die Wirtschaftskapitale Johannesburg.

Kaufkosten

Kaufnebenkosten
Grunderwerbsteuer 8%, Maklerprovision in der Regel 7,5% (üblicherweise zu Lasten des Verkäufers).

Laufende Kosten
Grundsteuer, Strom, Wasser, Müll, Sicherheitsdienst, Gärtner usw.: bei einem Einfamilienhaus in guter Lage monatlich ca. 500 Euro.

Sieben goldene Regeln zum Immobilienkauf in Südafrika

1. Das Eigentumsrecht ist in Südafrika auch für Ausländer in der Verfassung garantiert. Die Rechte an einer Immobilie sind durch eine Eigentumsurkunde gewährleistet und werden vom Department of Land Affairs bestätigt.

2. Die neuen Aufenthaltsgesetze (seit 2005) bieten ausländischen Immobilienbesitzern (non-residents) nur noch eingeschränkte Möglichkeiten für einen verlängerten Aufenthalt. Das 90 Tage gültige Touristenvisum kann nur noch einmal um weitere 90 Tage verlängert werden. Danach bleibt nur die Möglichkeit der Ausreise und erneuten Wiedereinreise mit neuem Visum.

3. Für Ruheständler gibt es die retired person permit, die für vier Jahre gilt. Dafür ist nachzuweisen, dass man über ein monatliches Einkommen von 2.500 Euro verfügt.

4. Wenn der Daueraufenthalt (permanent residence) beabsichtigt ist, so gelten die 2.500 Euro nicht pro Kopf, sondern pro Familie.

5. Südafrika ist sehr daran interessiert, qualifizierte ausländische Arbeitskräfte und ernsthafte Investoren ins Land zu holen. Work permits werden aber nur vergeben, wenn nachgewiesen wird, dass kein Südafrikaner dieselbe Stelle besetzen kann. Und wer sich in Südafrika selbständig machen will, muss sich bei Antragstellung verpflichten, innerhalb von zwei Jahren fünf feste Arbeitsplätze zu schaffen.

6. Non-residents dürfen bis zu 50 Prozent des Kaufpreises finanzieren. Für den Transfer von Devisen muss bei einer südafrikanischen Großbank ein non-resident-Konto eröffnet werden. Überweisungen aus dem Ausland werden von der Reserve Bank kontrolliert.

7. Makler fungieren oft auch als Treuhänder und bereiten die Verträge vor. Nur als Notare zugelassene Anwälte dürfen Grundbesitzänderungen vornehmen. Die Übertragungskosten liegen bei 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises.
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