Warum benötige ich einen Makler?

Immobilientourismus, Objektivität, Marktkenntnis – Fakten, mit denen sich Immobilienverkäufer auskennen sollten. Oder man überlässt die Arbeit einem Profi.

In den richtigen Händen sollte der Verkauf gelingen (Quelle: Getty Images/Zero Creatives)

Viele Privatverkäufer unterschätzen den großen Aufwand, den eine Immobilienveräußerung mit sich bringt – auch bei der aktuell starken Käufernachfrage. Auf YouTube finden sich verschiedene Videos, die auf humoristische Weise zeigen, dass viele Interessenten eine große Belastung mit sich bringen, der private Verkäufer oft nicht gewachsen sind. Hier die wichtigsten Gründe, die für die Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler im Verkauf sprechen:

Zunächst muss eine Vielzahl an Dokumenten wie Grundbuchauszug, Katasterplan, Energieausweis, aktuelle Grundrisse etc. zusammengestellt werden. Für die ansprechende Vermarktung muss ein wirkungsvolles Exposé mit aussagekräftigen Bildern und allen relevanten Immobilien-Informationen erstellt werden. Und man muss eine Menge Zeit für die Beantwortung der Fragen von Kaufinteressenten und für die Durchführung von Besichtigungen einplanen.

Der wichtigste Grund für die Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler ist die Marktkenntnis des regio­nalen Markts. Aus dem Internet lassen sich viele Daten zusammentragen. Aber welches ist der wirkliche Preis einer Immobilie in der genauen Mikrolage? „Ein Immobilienmakler ist ein gut ausgebildeter Experte, der sich regelmäßig mit der Vermarktung von Immobilien beschäftigt. Für Privatpersonen ist ein Immobilienverkauf oft eine einmalige Situation. Deshalb fehlt vielen die Erfahrung und das Fachwissen, um beispielsweise den optimalen Angebotspreis für eine Immobilie festzulegen“, schildert Ludwig Wiesbauer, Vorstand Immobilienvermittlung von PlanetHome, seine Erfahrungen.

Marktkenntnis, Lageeinschätzung, Preisgefüge vor Ort, und zwar exakt in der Straße und nicht im gesamten Ort, Spezialisierung am besten auf den entsprechenden Stadtteil, die Einschätzung der Dauer der Vermarktung, ein genauer Plan für das Marketing der Immobilie, am besten eine Kundenkartei, so dass die Immobilie auch vorgemerkten Kunden direkt angeboten werden kann. „Unsere Partnerschaft mit verschiedenen renommierten Banken bringt unseren Kunden enorme Vorteile. Über unser exklusives Netzwerk erreichen unsere Kunden nicht nur Suchkunden der bekannten Onlineportale, sondern auch Kaufinteressenten unserer Bankpartner mit über 1.600 Bankfilialen“, ergänzt Ludwig Wiesbauer.

„Machen Sie einen Immobilien-Check“

Expertentipp von Ludwig Wiesbauer, Vorstand Immobilienvermittlung bei PlanetHome in München

Der Wert Ihrer Immobilie verändert sich fortwährend, unabhängig davon, ob Sie regelmäßig investieren oder Instandhaltungsmaßnahmen auf das erforderliche Maß beschränken. Deshalb ist es sinnvoll – ähnlich der ärztlichen Vorsorge – sich mit dem Zustand und Wert seiner Immobilie auseinanderzusetzen.

Der Immobiliencheck gibt Ihnen unsere Einschätzung des derzeit am Markt erzielbaren Verkaufserlöses Ihrer Immobilie. Für Mehrfamilienhäuser umfasst der Check zusätzlich eine Potential-Betrachtung, energetische Hinweise und Infos zur Mietsteigerungsbremse. Wenn ein Verkauf für Sie aktuell nicht infrage kommt, ist ein regelmäßiger Immobiliencheck trotzdem sinnvoll. Veränderungen der Lebenssituation kommen oft unerwartet, erfordern aber  häufig eine Veränderung Ihrer Wohn­situation. Dann kann es viel Nerven sparen, wenn die Bewertung der Immobilie nicht zur Zusatzbelastung wird.

PlanetHome
Tel.: (089) 76 77 40
www.planethome.com

Ein realistisches Bild vom Preisgefüge in der Umgebung des Hauses oder der Wohnung ist für Verkäufer ein besonders wichtiger Punkt. Denn tatsächlich zu erzielende Preise können nirgendwo eingesehen werden. Makler sind Experten in Sachen Marktpreis, weil sie die Nachfrage nach speziellen Immobilien einschätzen können und deshalb über jede Datenbank und Preissammlung hinaus Erfahrungswerte haben. 

Hier können Immobilienmakler dem Verkäufer mit besonderem Rat und Tat zur Seite stehen. Der Makler wird den Wert von Grund und Boden sowie den Zustand der Immobilie einfließen lassen. Für Verkäufer ist es besonders wichtig, sich das Gutachten erläutern zu lassen und die Wertfindung des Immobilienmaklers nachzuvollziehen. Erforderliche Reparaturen usw. werden dann auch besprochen.

Hier irren sich die meisten privaten Verkäufer und denken, dass der Verkauf doch besonders schnell geht. Aber oft sind nicht alle Unterlagen vorhanden, oder es finden sich nur Immobilientouristen zur Besichtigung ein, die gern fremde Häuser anschauen, aber kein Kaufinteresse haben. Das Gutachten über den Marktwert des Immobilienmaklers hat einen Preis ergeben, der sich in einem üblichen Vermarktungszeitraum erzielen lässt. Dieser Zeitraum ist von der Nachfrage abhängig. Immobilienmakler können den Zeitraum sehr gut einschätzen. Was tun, wenn die Preisvorstellung des Verkäufers höher als der Marktpreis aus dem Gutachten ist? Dann wird der Verkauf womöglich länger dauern. Im Extremfall ist ein Haus zum übersteigerten Wert gar nicht veräußerbar.

Tools wie das Eigentümerportal von PlanetHome sind in diesem Fall hilfreich. Dort kann der Verkäufer transparent einsehen, wie stark die Nachfrage nach der eigenen Immobilie ist und was der Makler zur Vermarktung unternimmt. Eigentümer und Makler können dann gemeinsam entscheiden, ob eine Preisanpassung vorgenommen werden soll.

Klare Empfehlung an alle Verkäufer: Schließen Sie einen schriftlichen Maklervertrag ab. Und welchen Makler soll ein Verkäufer beauftragen? Anhaltspunkte bieten Zertifikate, Auszeichnungen und eine Zertifizierung. „PlanetHome ist als erstes, national tätiges Maklerunternehmen nach DIN EN 15733 der EU-Norm für Makler-Dienstleistungen zertifiziert. Deshalb haben unsere Kunden die Gewissheit, dass sie einen Fachmann beauftragen und kompetente Beratung und Betreuung erwarten können“, sagt Wiesbauer.

Häufig fällt es Privatverkäufern schwer, Kaufinteressenten mit seriösen Absichten herauszufiltern. Nicht selten platzt dann der schon sicher geglaubte Verkauf, weil der Interessent beispielsweise keine solide Finanzierung mitbringt. Hier können auch noch auf den letzten Metern – sogar noch beim Notar – Schwierigkeiten im Verkauf drohen, die ein Immobilienexperte im Vorwege beseitigen kann.

Verkäufer und Immobilienmakler sitzen letztlich in einem Boot. Beide wollen den Verkauf gleichermaßen zu einem Erfolg machen. Dabei wird der Immobilienmakler erst nach dem Abschluss eines notariellen Kaufvertrags über die Immobilie bezahlt. Dieses unbedingte Interesse des Immobilienmaklers am Erfolg sollten Sie sich als Verkäufer zunutze machen.
Etwas anders stellt sich die Situation in einigen Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein dar. Hier zahlen Käufer und Verkäufer jeweils die Hälfte der Maklerprovision. An der Richtigkeit dieses Erfolgshonorars sollte diese Tatsache jedoch absolut nichts ändern.

Sven R. Johns

ist Rechtsanwalt und Partner bei Mosler + Partner Rechtsanwälte München/Berlin. Zuvor war er Bundesgeschäftsführer des Immobilienverbandes IVD.


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