Das Puppenhaus der Queen

Nicht anfassen, nur gucken: Von ihrer Großmutter erbte Queen Elizabeth II. das spektakulärste Puppenhaus der Welt. Spielen durfte sie damit aber nie
Das Haus ist nur 1,52 Meter hoch, ­dennoch haben vor rund 90 Jahren 1.500 Handwerker und Künstler daran gear­beitet. Jeder Lieferant des englischen Hofes, jeder namhafte Fabrikant wollte ­Anfang der 1920er-Jahre unbedingt seinen Teil zum „Geschenk des britischen Volkes an seine Königin Mary“ beitragen.
  • Maßstab 1:12: Das Puppenhaus ist nur 1,52 Meter hoch Quelle: Gerstenberg Verlag
    Puppenhaus der Queen
  • Das Puppenhaus ist so wertvoll, dass es selbst die Königkinder nur anschauen dürfen Quelle: Gerstenberg Verlag
    Puppenhaus der Queen
  • Es gibt sogar ein WC mit Wassserspülung in dem Puppenhaus der Queen Quelle: Gerstenberg Verlag
    Puppenhaus der Queen
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Die Ausstattung der Räume, die Möbel, Teppiche und Deckenmalereien sind schon be­eindruckend, richtig ins Staunen kommt der Betrachter allerdings bei den Details: alles im Maßstab 1:12. Rolls-Royce baute einen Mini-Silver Ghost mit echtem Benzinmotor, Dunlop lieferte die passenden Reifen. Im Weinkeller lagern unter anderem fünf Dutzend 2,5 Zentimeter kleine Flaschen mit original Veuve-Clicquot-Champagner, Jahrgang 1906, und zwei Dutzend Château Lafite von 1875.
Puppenhaus der Queen

Buchtipp

„Das Puppenhaus der Queen“ von ­Lucinda Lambton ist im Gersten­berg Verlag erschienen, hat 132 Seiten mit 220 Fotos und kostet 19,95 Euro
Es gibt Jagdgewehre mit scharfen Patronen, eine Toilette mit Wasserspülung, einen funktionstüchtigen Rasenmäher, eine umfangreiche Bibliothek mit briefmarkengroßen, von Hand beschriebenen und illus­trierten Büchern und vieles, vieles mehr.
Kein Königskind durfte je mit dem Minia­turhaus, das zu damaliger Zeit allen Komfort einer zeitgemäßen Luxusvilla widerspiegelte, spielen. Dafür war und ist das kleine Meisterwerk viel zu wertvoll. Aber Anschauen ist erlaubt. Bei einem Besuch auf Schloss Windsor.