Spanien
Immobilienpreise im freien Fall
Die spanischen Banken suchen derzeit Käufer für rund 130.000 Wohnungen, trotz der anhaltenden Immobilienkrise wird aber munter weitergebaut
Carolin-Christin Czichowski
Daher offerieren die Immobiliengesellschaften der großen Banken derzeit Preisnachlässe von bis zu 40 Prozent – was die spanischen Hauspreise im dritten Quartal 2009 um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum fallen ließ. Damit befinden sich die Preise nun wieder auf dem Niveau von 2006. Doch obwohl es über eine Millionen leer stehende Wohnungen und Häuser in Spanien gibt, wird weiter fleißig gebaut: In den beliebten Küstenregionen des Landes wachsen Wohnblöcke in die Höhe, für die es längst keine Abnehmer mehr gibt.
So wird das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage immer größer. Die Consulting-Gesellschaft Acuna & Asociados schaut daher skeptisch in die Zukunft des Immobilienmarktes – es werde noch Jahre dauern, bis sich die Preise wieder stabilisiert haben, heißt es. Nun hat sich auch der Internationale Währungsfond (IWF) eingeschaltet: Im jüngsten Weltwirtschaftsbericht warnte man vor „weiteren deutlichen Preissenkungen“ auf dem spanischen Immobilienmarkt. Eine Besserung ist also noch nicht in Sicht.
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