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Special
Immobilien für Ross und Reiter
Ein Leben ohne Pferde? Für viele Menschen schlicht unvorstellbar. Im Gegenteil: Echte „Pferdeleute“ würden gern noch mehr Zeit mit den Vierbeinern verbringen und am liebsten mit ihnen (fast) unter einem gemeinsamen Dach wohnen. Das ist im Pferdeland Deutschland, aber auch in Europa und Übersee gar nicht so schwierig, wie unsere Beispiele zeigen
von Dirc Kalweit
Beispiel 1: Deutschland
Altes Land, neuer Schwung
Sorgfalt im Detail: Auf dem Gestüt Buchenhof werden Ross und Reiter gleichermaßen gehegt
Ein weißes Pferd auf rotem Grund – das niedersächsische Wappen zeigt deutlich, dass es sich zwischen Harz und Heide um Pferdeland handelt. Ein weiteres Indiz: Hannoveraner (die Pferderasse, nicht die Bewohner der Landeshauptstadt) gehören zur zahlenmäßig stärksten Warmblutzucht in ganz Europa.
Aufzucht und Pflege von edlen Vierbeinern lässt sich auch auf dem Gestüt Buchenhof betreiben. In der Samtgemeinde Hollenstedt, rund 50 Kilometer südwestlich von Hamburg, liegt die Profianlage. Professionell deshalb, weil hier neben einer EU-zertifizierten Besamungsstation (mit angeschlossenem Labor und Versandstation) vor allem eines auffällt: die Sauberkeit und die sorgfältige Pflege des gesamten Anwesens. Auf anderen Höfen verwandeln sich Trampelpfade bei Regenwetter in puren Matsch, hier sind die meisten Wege gepflastert. Damit auch die Pferde trockene Füße beziehungsweise Hufe behalten, haben die Winterweiden eine Drainage. Das Dach der Führanlage ist mit Kupfer abgedeckt, Fenster und Außenboxen direkt an den Stallungen sorgen für viel Licht und Luft, überall herrscht penible Ordnung, keine Gerätschaften liegen herum. Knapp 6,5 Millionen Euro, so die jetzige Besitzerin, haben sie und ihr Mann in den vergangenen Jahren in den Ausbau der Anlage gesteckt, und diese Investition ist an jeder Ecke sichtbar.
So gut wie neu (Baujahr 2005) ist auch das Haupthaus. Ein Neubau sollte es eigentlich gar nicht werden. Ursprünglich war geplant, ein bestehendes, regionaltypisches Ständerhaus zu restaurieren. Aber schon nach wenigen Arbeitsschritten war klar, dass das alte Gebäude zu marode war und nur noch ein Abriss infrage kam.
Das jetzige Wohngebäude ist aber auch echt niedersächsisch: Reet, ein Friesengiebel, Fachwerk und Rotklinker – das passt ins Landschaftsbild. Zum schmucken Äußeren kommt eine moderne Grundrissplanung: Im ersten Stock gibt es drei Schlaf- und ein großes Ankleidezimmer, dazu noch einen Arbeitsraum, ein großes Bad und eine Galerie. Das Erdgeschoss betritt man über die Diele – angesichts der Fläche von über 50 Quadratmetern eine echt norddeutsche Untertreibung. Hier finden sich noch ein Gästezimmer, die Bibliothek und das Wohnzimmer sowie die offene Küche mit angeschlossenem Esszimmer. Hohe Verandatüren sorgen hier für einen weiten Blick auf die Terasse und das Grundstück. Wer will, kann das Haus auch über den Hauswirtschaftsraum betreten. Der dient damit als „Schleuse“, wenn es bei der Hofarbeit mal dreckiger zugeht. Praktisch, gerade im Pferdeland.
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