Prominente Immobilien
Villa in Afrika: Kritik an niederländischem Kronprinz
Willem-Alexander will sich ein Schloss in Mosambik bauen lassen – nun wird er von mehreren Seiten kritisiert
Carolin-Christin Czichowski
Michiel Zonnevylle, Vorsitzender des niederländischen Adelsverbandes „Oranier“ sagte gegenüber einer niederländischen Zeitung, dass ein derart armes Land eine „sehr unglückliche Wahl“ für ein Luxus-Anwesen sei. „Ich würde die völlige Abkehr von dem Projekt sehr begrüßen“, führte Zonnevylle weiterhin aus und forderte Königin Beatrix und den niederländischen Ministerpräsidenten Jan-Peter Balkende dazu auf, den Kronprinzen von seinem Vorhaben abzubringen.
Das Projekt stand schon von Anfang an unter keinem guten Stern: Erst zögerte die Regierung in Den Haag lange Zeit, bis sie schließlich zustimmte und dann übten einige Abgeordnete Kritik. Sie fragten, warum Willem-Alexander nicht mit einem Feriendomizil in der Toskana zufrieden sei, seine Mutter habe da schließlich auch eines. Immerhin koste es Unmengen an Geld, sowohl für die Reise als auch für den Personenschutz der königlichen Familie.
Aufsehen erregte aber nicht nur die Handlungsweise des Kronprinzen, sondern auch die des für den Bau der Villa beauftragten Projektentwicklers: Gegen diesen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts eingeleitet.
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