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Noch etwas weiter im Südwesten ist ebendieser Luxus an der
Tagesordnung. Denn spricht man von Berlin, darf der Blick auf die
schöne Schwester namens Potsdam nicht fehlen. Sie nicht zu erwähnen
wäre beinahe so, als spräche man über Hamburg, ohne ein Wort über die
Elbvororte zu verlieren. Fast scheint es, als sei es um Potsdam in den
letzten Monaten deutlich ruhiger geworden. Doch die Perle vor den Toren
Berlins erfreut sich weiterhin großer Nachfrage. Ein Indiz: Die
Einwohnerzahl der Brandenburgischen Landeshauptstadt erhöhte sich von
Ende 2006 bis Ende 2007 um fast 2.000 auf rund 149.700, Tendenz weiter
steigend. Dass der ohnehin geringe Leerstand im Wohnbereich angesichts
des starken Zuzugs bereits kurzfristig für Engpässe auf dem
Immobiliensektor sorgen wird, liegt auf der Hand. Das gilt
selbstverständlich zuallererst für den hochwertigen Wohnbereich, in dem
das Angebot momentan wahrscheinlich kleiner ist denn je. Die Folge:
Seit Jahren steigen sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise im
Altbau, und auch Grundstücke verteuern sich zusehens. Von bis zu 4.000
Euro bei sanierten Altbauten und bis zu 500 Euro bei Bauland (jeweils
pro Quadratmeter) ist die Rede. In einigen Segmenten, etwa bei Objekten
mit echtem Wasserzugang, kann die Nachfrage allerdings nur noch überaus
selten bedient werden.
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Da verwundert es nicht, dass man auf die Frage nach unterbewerteten Lagen höchstens ein müdes Lächeln erntet. Potsdam ist angesagt, bei Promis, Anlegern und Selbstnutzern gleichermaßen. Trotzdem ist die nachweislich hochwertige Klientel nur bereit, die „erforderlichen“ Kaufpreise zu bezahlen. Für Liebhaberei, so heißt es hinter vorgehaltener Hand, fehle es derzeit an wirklich guten Objekten. In den bevorzugten Lagen wie der Berliner oder der Nauener Vorstadt, der Jägervorstadt oder der Villenkolonie Babelsberg sei der Markt geradezu leer gefegt. Und wenn dann doch mal ein geeignetes Objekt, womöglich noch eines mit Wasserzugang, angeboten werde, seien leicht Preise bis zum Doppelten des Bodenrichtwerts anzusetzen. Da dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Song „Dickes P“ die Hitparaden stürmt. Verdient hätte die Stadt es allemal. |
aus Bellevue Nr. 11/2008
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