Neu: Bellevue 1/2012
Das aktuelle BELLEVUE-Heft 01/2012

BELLEVUE
Ausgabe 1/2012

  • Das perfekte Ferienhaus
  • Bauträger
  • Österreich-Special
  • Bauen in Spanien
    u. v. m.

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Noch etwas weiter im Südwesten ist ebendieser Luxus an der Tagesordnung. Denn spricht man von Berlin, darf der Blick auf die schöne Schwester namens Potsdam nicht fehlen. Sie nicht zu erwähnen wäre beinahe so, als spräche man über Hamburg, ohne ein Wort über die Elbvororte zu verlieren. Fast scheint es, als sei es um Potsdam in den letzten Monaten deutlich ruhiger geworden. Doch die Perle vor den Toren Berlins erfreut sich weiterhin großer Nachfrage. Ein Indiz: Die Einwohnerzahl der Brandenburgischen Landeshauptstadt erhöhte sich von Ende 2006 bis Ende 2007 um fast 2.000 auf rund 149.700, Tendenz weiter steigend. Dass der ohnehin geringe Leerstand im Wohnbereich angesichts des starken Zuzugs bereits kurzfristig für Engpässe auf dem Immobiliensektor sorgen wird, liegt auf der Hand. Das gilt selbstverständlich zuallererst für den hochwertigen Wohnbereich, in dem das Angebot momentan wahrscheinlich kleiner ist denn je. Die Folge: Seit Jahren steigen sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise im Altbau, und auch Grundstücke verteuern sich zusehens. Von bis zu 4.000 Euro bei sanierten Altbauten und bis zu 500 Euro bei Bauland (jeweils pro Quadratmeter) ist die Rede. In einigen Segmenten, etwa bei Objekten mit echtem Wasserzugang, kann die Nachfrage allerdings nur noch überaus selten bedient werden.

Immobilienpreise in Berlin
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  Da verwundert es nicht, dass man auf die Frage nach unterbewerteten Lagen höchstens ein müdes Lächeln erntet. Potsdam ist angesagt, bei Promis, Anlegern und Selbstnutzern gleichermaßen. Trotzdem ist die nachweislich hochwertige Klientel nur bereit, die „erforderlichen“ Kaufpreise zu bezahlen. Für Liebhaberei, so heißt es hinter vorgehaltener Hand, fehle es derzeit an wirklich guten Objekten. In den bevorzugten Lagen wie der Berliner oder der Nauener Vorstadt, der Jägervorstadt oder der Villenkolonie Babelsberg sei der Markt geradezu leer gefegt. Und wenn dann doch mal ein geeignetes Objekt, womöglich noch eines mit Wasserzugang, angeboten werde, seien leicht Preise bis zum Doppelten des Bodenrichtwerts anzusetzen. Da dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Song „Dickes P“ die Hitparaden stürmt. Verdient hätte die Stadt es allemal.


aus Bellevue Nr. 11/2008



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