Traumhaus des Monats
Eine Hacienda in Andalusien
Araber, Einsiedler und Adlige – die Hacienda de San Antón hat eine bewegte Vergangenheit. Und die sieht man ihr im besten Sinne an
von Dirc Kalweit
Es gibt Jahreszahlen, die man sofort mit einem bestimmten Ereignis der Menschheitsgeschichte verbindet. 1789? Genau, die französische Revolution. Die Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 durch Christoph Columbus ist ebenfalls ein Meilenstein. Und aus der Schulzeit dürfte noch so manchem der Reim „Drei, drei, drei – bei Issos Keilerei“ bekannt sein.
Aber 1487? Für uns eher eine beliebige Jahreszahl, für die Andalusier ein wichtiges Datum. In jenem Jahr wurde die Provinzhauptstadt Málaga wieder christlich, vier Jahre später gaben die Mauren ihre letzte Bastion in Granada auf und zogen sich komplett von der iberischen Halbinsel zurück.
Nach dem Abschluss der reconquista, der Rückeroberung, wurden die Besitztümer der Araber neu verteilt, und so begann auch die Geschichte der Hacienda de San Antón. 1496 erhielten zwei Eremiten das fruchtbare Anwesen, machten daraus eine Einsiedelei und widmeten diese ihrem Schutzpatron, dem Heiligen Antonius. Friedliche Zeiten, die nur von kurzer Dauer waren. Erdbeben und Seuchen gehörten ebenso zur wechselvollen Geschichte der kommenden Jahrhunderte wie diverse Neu- und Umbauten. Zeugnisse dieser einzelnen Perioden sind heute unter anderem noch ein 1742 errichteter Brunnen, eine Kapelle und zahlreiche Stilelemente an der (denkmalgeschützten) Fassade des Haupthauses.
Aber 1487? Für uns eher eine beliebige Jahreszahl, für die Andalusier ein wichtiges Datum. In jenem Jahr wurde die Provinzhauptstadt Málaga wieder christlich, vier Jahre später gaben die Mauren ihre letzte Bastion in Granada auf und zogen sich komplett von der iberischen Halbinsel zurück.
Nach dem Abschluss der reconquista, der Rückeroberung, wurden die Besitztümer der Araber neu verteilt, und so begann auch die Geschichte der Hacienda de San Antón. 1496 erhielten zwei Eremiten das fruchtbare Anwesen, machten daraus eine Einsiedelei und widmeten diese ihrem Schutzpatron, dem Heiligen Antonius. Friedliche Zeiten, die nur von kurzer Dauer waren. Erdbeben und Seuchen gehörten ebenso zur wechselvollen Geschichte der kommenden Jahrhunderte wie diverse Neu- und Umbauten. Zeugnisse dieser einzelnen Perioden sind heute unter anderem noch ein 1742 errichteter Brunnen, eine Kapelle und zahlreiche Stilelemente an der (denkmalgeschützten) Fassade des Haupthauses.
Veröffentlicht am Mittwoch, 22.Oktober 2008 um 12:40 Uhr
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