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Deutschland

Wohnungen werden teurer

 

Im vergangenen Jahr sind die Preise für Eigentumswohnungen in Deutschland leicht gestiegen. Einfamilienhäuser kosteten hingegen dasselbe wie 2006.

 

von Peggy Günther

Wie das Institut für Städtebau mitteilte, sind 2007 die Preise für Eigentumswohnungen zum ersten Mal seit Jahren etwas gestiegen. Im Bundesdurchschnitt zahlte man mit 125.100 Euro
rund 3,6 Prozent mehr als noch 2006. Dabei stieg der Preis in Westdeutschland nur um moderate 2,8 Prozent auf 128.300 Euro, während er in den östlichen Bundesländern um 9,4 Prozent auf 107.800 Euro anzog.

Insbesondere in den Ballungsräumen seien die Preise gestiegen, so Dr. Stefan Jokl, Leiter des Instituts. Das durch den Einbruch im Neubau verknappte Angebot steht der zunehmenden Nachfrage durch Zuwanderung entgegen. Sämtliche Verkaufsfälle von Eigenheimen und Eigentumswohnungen wurden für die Erhebung untersucht, 442.100 an der Zahl. Dabei ist die Verkaufsquote in Westdeutschland mit 371.200 Transaktionen wesentlich höher. Aber auch die 70.900 Verkäufe in Ostdeutschland stellen einen Zuwachs von 12,2 Prozent dar.

Ein weiterer Unterschied zwischen Ost und West macht sich bei den Einfamilienhäusern bemerkbar. Hier ist insgesamt zwar eine stabile Preislage zu beobachten (im Schnitt kostete ein Haus im vergangenen Jahr 161.900 Euro), die Preise in Westdeutschland liegen jedoch noch deutlich über denen in Ostdeutschland. Während sich die Preise für Eigentumswohnungen in Ost und West angenähert haben, kostet ein Haus in Westdeutschland 172.700 Euro, im Osten bezahlte man lediglich 101.100 Euro, immerhin ein Plus von 1,6 Prozent.   Durchschnittspreise für Einfamilienhäuser 2007 in Euro (Quelle: ifs Institut für Städtebau)
(Quelle: ifs Institut für Städtebau)
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Die teuerste Region in Deutschlands ist nach wie vor München mit Preisen von durchschnittlich 387.800 für ein Einfamilienhaus und 201.400 Euro für eine Eigentumswohnung. Gegenüber 1995 ist dies ein Preisanstieg von 33,3 bzw. 24,6 Prozent. Generell sind Eigentumswohnungen überall außer in Hamburg und Sachsen-Anhalt teurer geworden. Die Hansestadt liegt aber trotz des Rückgangs von 5,3 Prozent weiter deutlich an der Spitze der Preisskala, gefolgt von Bayern und Hessen.

Bei den Einfamilienhäusern ist eine uneinheitliche Entwicklung zu beobachten: Deutliche Preisrückgänge gab es auch hier in Hamburg (-13,1 Prozent) und Sachsen-Anhalt (-9,4 Prozent), Steigerungen in Berlin (+4,5 Prozent) und Hessen (+3,9 Prozent). Hamburg ist dennoch weiter mit 283.800 Euro das teuerste Bundesland, gefolgt von Berlin und Bayern. Absolute Höchstpreise wurden zudem vor allem in umsatzstarken Regionen erzielt.

aus Bellevue Nr. 10/2008






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