Deutschland
Immobilienklima kühlt ab
Der King Sturge Immobilienkonjunktur-Index erreicht einen neuen Tiefstwert. Insbesondere das Investmentklima fällt

Parallel zum gesamtkonjunkturellen Abschwung sinkt der monatlich von dem Immobilienberatungsunternehmen King Sturge erhobene Klima-Index auf 77,5 Zählerpunkte. Unter den 1.000 befragten Marktteilnehmern zeichnet sich ein deutlicher Pessimismus ab, so dass der Vormonatswert von 90,8 Zählern um 14,6 Prozent unterschritten wird. Die auf makroökonomischen Daten beruhende Immobilienkonjunktur fällt ebenfalls deutlich von 158,8 auf 169,2 Punkte.
Die Angst vor einer Rezession zeigt sich am deutlichsten bei der sinkenden Investitionsbereitschaft. Das Investmentklima sinkt von 69,2 Zählerpunkten auf 57,9. Auch das Ertragsklima unterschreitet erstmalig den Schwellenwert von 100 Punkten und weist nur noch 98,7 Punkte auf – ein massiver Rückgang von 13,5 Prozent. Demnach rechnen die Bestandshalter nicht mehr mit steigenden Verkaufserlösen oder Mieten. Dem Bereich Wohnimmobilien wird dabei jedoch noch eine größere Stabilität zugesprochen als den Teilsegmenten Büro und Einzelhandel.
Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland, sieht dennoch keinen Anlass zu übertriebener Sorge: Der sehr solide deutsche Immobilienmarkt stehe bestenfalls vor einem Abschwung, nicht aber vor einem Absturz. Dafür sprächen einige entlastende Faktoren, etwa dass die Zahl der Beschäftigten weiter zunähme und der Inflationsdruck aufgrund sinkender Öl- und Rohstoffpreise etwas nachlasse.
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