
Weingut auf Mallorca (Foto: Bellevue)
Mallorcas Inselmitte ist aber auch noch aus anderen Gründen für Immobilienkäufer interessant: In der sehr dünn besiedelten Gegend, in der es kein besonderes Zentrum gibt, bestimmen einfache Dinge den Lebensrhythmus. Dorfplätze sind hier noch echte Treffpunkte. Häuser und Kirchen aus Sandstein sowie mit Blumen dekorierte Gassen bilden den Rahmen, während Cafés, Bars und Restaurants ein uriges Ambiente vermitteln. Dieses ursprüngliche Dorfleben ist bei Hauskäufern ebenso gefragt wie die Ruhe und die Privatsphäre im Urlaubsdomizil.
Begehrt sind in dieser Region vor allem die traditionellen Fincas, Dorfhäuser, einzelne Villen und renovierungsbedürftiger Altbestand. Unrenovierte Fincas gibt es allerdings kaum noch.
Die Preisspanne bei Immobilien ist enorm. Sie reicht von etwa 170.000 Euro für normale Dorfhäuser in Petra bis zu 25 Millionen für imposante herrschaftliche Anwesen. Alte Herrensitze verteilen sich über das gesamte Gebiet. Was Villen und Dorfhäuser angeht, ist Santa Maria del Camí wegen seiner Nähe zu Palma der teuerste Ort; über die Autobahn schafft man die Strecke in nur zehn Minuten. Es gibt hier sogar sehr gute Lagen mit Blick auf Palma. Grundsätzlich gilt insbesondere in Bezug auf Dorfhäuser die Faustregel: Je weiter weg von Palma, desto günstiger wird es. Die Preise für renovierte Dorfhäuser liegen derzeit in Santa Maria bei 300.000 bis 400.000 Euro, während man in Sineu für ähnliche Objekte nur 250.000 bis 300.000 Euro zahlen muss; gehört noch ein Garten dazu, wird es teurer. Meist haben Dorfhäuser eine bebaute Fläche von 130 bis 150 Quadratmetern. Villen kosten durchschnittlich etwa drei Millionen Euro. „Die Immobilienpreise in der Inselmitte verzeichnen noch immer eine Aufwärtstendenz, auch wenn die Käufer sich auch hier eher abwartend verhalten“, sagt der Makler Martin Köhler. In den letzten 15 Jahren haben sich die Preise verzehnfacht. Nur der Erstwohnsitzmarkt ist bisher von Preisrückgängen betroffen.
Wer bauen will, braucht auf dem Lande im Normalfall mindestens ein 14.000-Quadratmeter-Grundstück. Einige Gemeinden verlangen noch deutlich mehr, wie Alaró mit 100.000 Quadratmetern. Jede Gemeinde hat ihre eigenen Regeln und Restriktionen. Begehrt sind Grundstücke mit Ruinen. Was einmal gebaut worden ist, darf nämlich erhalten bleiben – und sehr alte Häuser dürfen gegebenenfalls sogar mit größeren Abmessungen wiederhergestellt werden.
Keine Frage, im Vergleich zur Küste bietet die Inselmitte Immobilienkäufern gute Chancen. Das Gebiet ist nicht nur wegen der Ruhe und der Landschaft ein guter Tipp, sondern auch wegen des günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses bei Immobilien – und nicht zuletzt aufgrund des Booms bei Mallorca-Weinen.
aus Bellevue Nr. 09/2008
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Weingut José L. Ferrer - Ein Leben für die Reben
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