Traumhaus des Monats: Italien
Nicht gekleckert
Bei der Restaurierung des Palazzo Perugia in Umbrien wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, um den prächtigen Bau wieder in seinem einstigen Glanz erstrahlen zu lassen
von Katharina Hoopmann
Geografisch gesehen ist Umbrien das Herz Italiens. Narni liegt genau in der Mitte des Stiefels. In Umbrien eben – einer Region im Hinterland, umgeben von der Toskana, den Marken und Latium. Eine Küste gibt es dort nicht – aber sowohl west- als auch ostwärts ist in kurzer Zeit eine zu erreichen.
Das hört sich zunächst nicht allzu verlockend an. Doch Umbrien, das mit 96 Einwohnern pro Quadratkilometer eher dünn besiedelt ist (Toskana: 153), ist keinesfalls langweilig – und erst recht Perugia nicht, seine mittelalterliche Hauptstadt. Sie liegt auf einem der sanften Hügel, die charakteristisch für die Landschaft Mittelitaliens sind. Bei guter Sicht erhascht man von hier aus sogar einen Blick auf die Bergkette der Apenninen, das Flusstal des Tiber oder den schönen Lago di Trasimeno. Schon Goethe besuchte – und pries – ihn während seiner Italienreise im Jahr 1786.
Bei all der Kultur und Historie ist die 150.000-Einwohner-Stadt aber keineswegs ein verschlafenes Nest. Sie gehört zu den beliebtesten Universitätsstädten des Landes – und feiert gern: Zur jährlich im Oktober stattfindenden Schokoladenmesse „Eurochocolate“ etwa stürzt sich halb Perugia in ein buntes Volksfest. Und das internationale Jazzfestival sorgt für Ruhm, der weit über die Grenzen Umbriens und sogar Italiens hinausgeht.
Und damit wechseln wir vor die Tore der Stadt: zum Palazzo Perugia, unserem Traumhaus im Mai. Es hat schon dunklere Zeiten gesehen – im Zweiten Weltkrieg nutzten es deutsche, danach alliierte Truppen als Hauptquartier –, doch jetzt erstrahlt es erneut in fast märchenhaftem Glanz. Eigentlich möchte man diesem im Understatement-Jargon des Maklerbüros Romolini als „restaurierte, veredelte alte Villa“ bezeichneten Verkaufsobjekt sogar den Schlosstitel verleihen. Das Wort „Villa“ jedenfalls wirkt angesichts der imposanten Größe und der aufwendigen Restaurierung zu klein. Denn hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt.
Das hört sich zunächst nicht allzu verlockend an. Doch Umbrien, das mit 96 Einwohnern pro Quadratkilometer eher dünn besiedelt ist (Toskana: 153), ist keinesfalls langweilig – und erst recht Perugia nicht, seine mittelalterliche Hauptstadt. Sie liegt auf einem der sanften Hügel, die charakteristisch für die Landschaft Mittelitaliens sind. Bei guter Sicht erhascht man von hier aus sogar einen Blick auf die Bergkette der Apenninen, das Flusstal des Tiber oder den schönen Lago di Trasimeno. Schon Goethe besuchte – und pries – ihn während seiner Italienreise im Jahr 1786.
Bei all der Kultur und Historie ist die 150.000-Einwohner-Stadt aber keineswegs ein verschlafenes Nest. Sie gehört zu den beliebtesten Universitätsstädten des Landes – und feiert gern: Zur jährlich im Oktober stattfindenden Schokoladenmesse „Eurochocolate“ etwa stürzt sich halb Perugia in ein buntes Volksfest. Und das internationale Jazzfestival sorgt für Ruhm, der weit über die Grenzen Umbriens und sogar Italiens hinausgeht.
Und damit wechseln wir vor die Tore der Stadt: zum Palazzo Perugia, unserem Traumhaus im Mai. Es hat schon dunklere Zeiten gesehen – im Zweiten Weltkrieg nutzten es deutsche, danach alliierte Truppen als Hauptquartier –, doch jetzt erstrahlt es erneut in fast märchenhaftem Glanz. Eigentlich möchte man diesem im Understatement-Jargon des Maklerbüros Romolini als „restaurierte, veredelte alte Villa“ bezeichneten Verkaufsobjekt sogar den Schlosstitel verleihen. Das Wort „Villa“ jedenfalls wirkt angesichts der imposanten Größe und der aufwendigen Restaurierung zu klein. Denn hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt.
Veröffentlicht am Mittwoch, 28.Mai 2008 um 12:45 Uhr
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