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BELLEVUE
Ausgabe 1/2012

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    u. v. m.

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    Berater aus Überzeugung: Sternekoch Marc Fosh engagiert sich für die Verbreitung des flor de sal.
 

Damit wechseln wir ins salzige Fach: Die Erfolgsstory des flor de sal de Mallorca darf hier nicht fehlen. Sie beginnt 1993, als Katja Wöhr und Robert Chaves als Erste in Spanien beschließen, die „Salzblume“ zu ernten; der Ort des Geschehens sind die Salinen von Colònia de Sant Jordi in Mallorcas Südosten. Bei optimalen Witterungsverhältnissen – viel Sonne, geringer Luftfeuchtigkeit, einem leichten Südostwind – entsteht dort, so finden sie heraus, eine hauchdünne Schicht glitzernder Salzkristalle an der Oberfläche der Salinen: die „Blüte des Salzes“, flor de sal eben, das beste Salz überhaupt. Mit einem Rechen schöpft man es vorsichtig ab. Selbst bei einer guten Ernte macht es gerade einmal 0,2 Prozent des gesamten Ertrages aus.

Die „Blüte des Salzes“ wird in mühsamer Handarbeit gewonnen. Selbst spezielle asiatische Gewürze werden damit veredelt.  
 

Doch zum Erfolg gehört auch eine Marketingidee. Im Sommer 2003 holen Wöhr und Chaves mit Marc Fosh, einem Michelin-dekorierten Sternekoch in Santa Maria, einen prominenten Gastronomen mit an Bord: Er berät sie seither bei der Auswahl der Geschmacksrichtungen, die flor de sal erst den besonderen Charakter geben. Aktuell sind es vier – vom klassischen, mit Rosmarin, Bohnenkraut, Majoran, Thymian und Oregano aromatisierten „Flor de sal mediterránea“ über das intensiv nach Oliven duftende „Flor de sal con aceitunas negras“ und das eher zarte, mit dem Moschusaroma der Hibiskusblüte lockende „Flor de sal con hibiscus“ bis hin zum extravaganten „Flor de sal Sri Lanka“. Curry-Aromen, Kurkuma, Cayenne, Kreuzkümmel, Koriander, Fenchel, Bockshornklee, Nelken und schwarzer Pfeffer prägen Letzteres – die perfekte Veredelung von gegrilltem Huhn, Lamm, gebackenem Fisch und feinem Gemüse. Bon profit!

aus Bellevue Nr. 04/2008



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