Bauen
EU-Parlament fordert Passivhaus als Standard ab 2011
Ein Ende Januar abgegebener Initiativbericht des Europäischen Parlaments zum „Aktionsplan für Energieeffizienz“ zeigt, dass härtere Standards nötig sind, um die Klimakatastrophe zu verhindern
von Peggy Günther
Um das im Aktionsplan für Energieeffizienz festgelegte Ziel von 20 Prozent Energieeinsparungen bis 2020 erreichen zu können, schlägt das EU-Parlament daher nun als verbindliche Bestimmung vor, dass alle neuen Gebäude ab 2011 den Normen für Passivhäuser entsprechen sollen. Die IG Passivhaus Österreich begrüßt diesen Vorstoß und weist gleichzeitig auf positive Tendenzen in dieser Beziehung hin.
So verbuchen Unternehmen, die sich auf den Passivhausstandard konzentrieren, in letzter Zeit deutlich mehr Aufträge, was sich unter anderem an dem für 2008 prognostizierten Neubau in Wien ablesen lässt: Von 3% Passivhausanteil in 2006 ist hier eine Steigerung auf 20% zu erwarten. Eine wichtige Rolle bei der Umstellung im Eigenheimbau spielt die gezielte Förderung, immerhin werden 68% des Energieverbrauchs von neuen Wohnbauten durch Eigenheime verursacht.
Auch in Deutschland geht die Tendenz ganz klar zum Passivhaus. Die IG Passivhaus spricht von 9.500 Wohneinheiten seit Beginn des Standards und verzeichnet unter www.passivhausprojekte.de knapp 1.000 Baumaßnahmen, die zum Klimaschutz beitragen. Bisher hat sich der Trend hier vor allem im süddeutschen Raum durchgesetzt.
| Artikel drucken | Artikel versenden |
zurück zur Übersicht | alle Themen ![]() |

zurück zur Übersicht




