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International

Preise für Luxuswohnungen kühlen ab

 

Die globalen Märkte für Luxuswohnungen werden Schätzungen zufolge im kommenden Jahr abkühlen und die Preise wieder etwas sinken lassen.

 



Nach zwei Jahren Wachstum werden sich die Märkte für Luxuswohnungen 2012 voraussichtlich abkühlen. Die internationale Immobilienberatung Knight Frank hat für dieses Immobiliensegment die Entwicklung in 29 Städten untersucht. Demnach werden an 44 Prozent der Standorte die Preise für Luxuswohnungen steigen, an 44 Prozent werden sie fallen und an den restlichen 12 Prozent stabil bleiben.

Die angesichts der aktuellen Wirtschaftslage relativ hohe Quote der erwarteten Preissteigerungen, lässt sich laut Knight Frank mit einem Mangel an hochwertigen Neubauten in den entsprechenden Metropolen begründen. Vor allem London, Paris, Moskau, Nairobi und Kuala Lumpur sind hier betroffen. Zudem profitieren die Gewinner der Preisentwicklung für Luxuswohnungen von ausländischem Kapital, das in ihre Märkte fließt, sowie der Vorliebe vieler Reichen, bevorzugt in Immobilienanlagen zu investieren.

Entscheidend für die Preisentwicklung sind laut Liam Bailey von Knight Frank vor allem drei Dinge: „die wachsende Anzahl der Reichen, die anhaltende Suche nach einem sicheren Hafen für Investments und die immer größer werdende Schere zwischen den Luxusmärkten im Westen und dem Rest der Welt.“

Asien mit größten Preiseinbrüchen für Luxuswohnungen

In mehr als 60 Prozent der untersuchten asiatischen Städte werden 2012 die Preise für Luxuswohnungen sinken, da Regierungsmaßnahmen zur Abkühlung der überhitzten Immobilienmärkte langsam greifen. Während 2010 die Preise für Luxuswohnungen in Hongkong (19,7 Prozent), Singapur (15,8 Prozent) und Schanghai (29,7 Prozent) noch stark gestiegen waren, verzeichneten Hongkong und Schanghai 2011 mit 7,8 Prozent und 3,8 Prozent weitaus geringere Wachstumsraten. Singapur liegt mit einem Minus von 6,8 Prozent im negativen Bereich.

In der EU stellt die Eurokrise mit möglichen Auswirkungen auf 60 Prozent der untersuchten Städte die größte Unsicherheit dar. Im Nahen Osten und Afrika prägen die politischen Unruhen und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken die weitere Entwicklung an den Märkten für Luxuswohnungen. Zinsentwicklung, steigende Inflation und hohe Privatverschuldung spielen dagegen im Topsegment kaum eine Rolle, da die Käufer von Luxuswohnungen über reichlich Kapital verfügen.


Veröffentlicht am Mittwoch, 21.Dezember 2011 um 12:36 Uhr

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