Stromversorgung
Stromleitung vom Festland nach Mallorca
Eine Stromleitung durch das Mittelmeer versorgt künftig 2,5 Millionen Mallorca-Touristen mit elektrischer Energie.
Denn im Auftrag des spanischen Netzbetreibers Red Eléctrica de Espana hat die Firma Siemens zwei Anlagen zur Umwandlung von Wechselspannung in Gleichstrom installiert: eine in Santa Ponsa in der Nähe der Inselhauptstadt Palma de Mallorca und die zweite auf dem spanischen Festland in Morvedre bei Valencia. Zwischen den beiden Stationen wurde eine 244 Kilometer lange Stromleitung durch das Mittelmeer verlegt – und das in einer Tiefe von bis zu 1.485 Metern auf dem Grund des Mittelmeeres.
Leistungsstarke Stromleitung nützt auch den anderen Balearen-Inseln
So werden durch die Stromleitung künftig 400 Megawatt mit einer Übertragungsgleichspannung von 250 Kilovolt verlustarm übertragen. Das entspricht laut Siemens etwa 25 Prozent der auf Mallorca installierten Kraftwerkskapazitäten. Somit kann vom Festland künftig der Strombedarf von einem Viertel der 860.000 Einwohner sowie der jährlich zehn Millionen Touristen dank der neuen Stromleitung gedeckt werden.Der Strom auf dem spanischen Festland hat einen besonders hohen Ökostrom-Anteil und besteht zu 35 Prozent aus erneuerbaren Energien, während auf Mallorca praktisch ausschließlich konventionelle Kraftwerke mit Gas, Kohle oder Erdöl betrieben werden. Nicht nur Mallorca, sondern auch weite Teile der Balearen werden infolge der neuen Stromleitung künftig vom Festland versorgt, denn von Mallorca besteht schon eine Dreh-Stromleitung nach Menorca, und ein weiteres Seekabel nach Ibiza ist geplant. Von Ibiza wiederum gibt es bereits ein Kabel nach Formentera.
Veröffentlicht am Freitag, 23.September 2011 um 17:11 Uhr
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