zurück zur Übersicht | alle Themen ![]() |
1 | 2 | 3 ... 5 |
Nordsee, Teil 1
Von Sylt bis St. Peter-Ording
Endlose Strände, reetgedeckte Villen und die See immer im Blick – die Nordseeküste Schleswig-Holsteins ist eine der gefragtesten Regionen Deutschlands
von Sven Heinen und Dirc Kalweit (Text) und Arnt Haug (Fotos)
Sylt - eine Klasse für sich
Wenn es um die Hotspots heimischer Feriendestinationen geht, liegen Sylt, Föhr oder St. Peter-Ording weit vorn, wobei Sylt noch einmal eine Klasse für sich ist. Über zwölf Millionen Übernachtungen vermeldet der Nordseebäderverband Schleswig-Holstein Jahr für Jahr im Bereich Nordfriesland, beim Statistischen Bundesamt liegen die Zahlen etwas darunter. Allein 6,9 Millionen Übernachtungen wurden dabei im Jahr 2009 für Sylt registriert. Ein Besucherrekord, versteht sich. Die Insel platzt fast zu jeder Jahreszeit aus allen Nähten. Oder wie stand es in dem Spiegel-Artikel? „Wo alle die Einsamkeit suchen, findet sie am Ende keiner.“ Das dürfte grundsätzlich stimmen, doch mal Hand aufs Herz: Wer die Einsamkeit sucht, macht dies sicher auch nicht an einem Freitagabend auf dem Hamburger Sommerdom oder am letzten verkaufsoffenen Samstag vor Weihnachten auf der Münchner Maximilianstraße, oder?![]() |
![]() |
|
Spieleparadies Etwa zwei Dutzend „Bobbycars“ von Mercedes, BMW & Co. warten auf dem Spielplatz vor Sylts berühmter Sansibar darauf, gefahren zu werden |
Auch wenn es viele nicht glauben mögen: selbst auf Deutschlands beliebtester Ferieninsel sind lange und einsame Strandspaziergänge durchaus möglich |
Fakt ist: Sylt ist angesagt, in höchstem Maße frequentiert und das nicht erst seit ein paar Jahren. Sylt ist DER Anziehungspunkt für deutsche Urlauber, Ferienhauskäufer und jede Menge Prominenz. Es gibt kaum Zeiten, zu denen man als Sylter wirklich unter sich ist. Ende November vielleicht. Oder Mitte Januar bis zum Biike-Brennen am 21. Februar. Wer’s nicht kennt: Dies ist eine echte Tradition, die als DAS Fest der Sylter gilt. Ansonsten heißt es eben Jammern auf hohem Niveau, denn viele Touristen, Prominente und potente Immobilienkäufer bedeuten auch jede Menge Finanzkraft für die Insel – ein zweischneidiges Schwert.
Es ist nahezu unmöglich, Deutschlands beliebteste Ferieninsel auf ihre Natur, die gute Erreichbarkeit und das breite Spektrum an Möglichkeiten zu reduzieren, ohne die Immobilienpreise (nicht selten im zweistelligen Millionenbereich), die Promidichte oder die sehr hohen Lebenshaltungskosten außer Acht zu lassen. Sylt ist sozusagen das nördliche Pendant zu München. Beliebt, teuer und absolut exklusiv. Nur dass die einheimischen Sylter so gar nichts von der „Mir san mir“-Mentalität halten. Ach ja, und ein Oktoberfest hat’s auf der Insel auch nicht. Jedenfalls noch nicht.
Veröffentlicht am Mittwoch, 05.Januar 2011 um 16:05 Uhr
| Artikel drucken | Artikel versenden |
zurück zur Übersicht | alle Themen ![]() |
1 | 2 | 3 ... 5 |

zurück zur Übersicht






