Neu: Bellevue 1/2012
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BELLEVUE
Ausgabe 1/2012

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USA

Größer, teurer, Amerika

 

In den Vereinigten Staaten wird zur Zeit nicht nur das teuerste, sondern wohl auch das größte Privatdomizil der Welt angeboten

 

von Svenja Kellershohn

Bekannt wurde Aaron Spelling als Produzent so legendärer TV-Serien wie "Starsky & Hutch", "Drei Engel für Charlie" und "Beverly Hills, 90210". Das man damit eine Menge Geld verdienen kann, zeigte der 2006 verstorbene Fernsehmogul gern - unter anderem mit seiner Villa in Südkalifornien. "The Spelling Manor" heißt das Anwesen in den Holmby Hills, das jetzt für sage und schreibe 150 Millionen US-Dollar zum Verkauf steht und damit als derzeit teuerstes Privatdomizil der Welt gilt. Dafür bekommt der Käufer aber auch einen Palast, der selbst für amerikanische Verhältnisse gigantisch ist.

Foto: Sally Forster Jones
 
Foto: Sally Forster Jones
  Foto: Sally Forster Jones
The Spelling Manor: 5.200 Quadratmeter Wohnfläche auf 1,6 Hektar Land für 150 Millionen US-Dollar

Ein riesiger Pool-Komplex, der haushohe Eingangsbereich, 5 Bars und Parkmöglichkeiten für rund 100 Wagen lassen erahnen, dass Spelling hier zahlreiche Feste für die Schönen und Reichen von Hollywood gab. Die für den Verkauf verantwortliche Maklerin Sally Forster Jones legt da ein wenig mehr understatement an den Tag. Angeboten wird das rund 5.200 Quadratmeter Wohnfläche umfassende Gebäude als "single family home". Candy Spelling, die Witwe des Verstorbenen, will das Haus aus einem plausiblen Grund verkaufen - es ist ihr zu groß.

Platzprobleme dürfte es auch bei dem zweiten spektakulären Angebot aus den USA nicht geben. In einem Vorort von Orlando steht ein Gebäude, das von seinem Eigentümer David Siegel den ganz unbescheidenen Namen "Versailles" erhielt. Mit einer Wohnfläche von rund 8.360 Quadratmetern ist es das derzeit wohl größte Haus der Welt. Auf das amerikanische Versailles verteilen sich 13 Schlafzimmer, 23 Bäder, zehn Küchen, 3 Pools, ein Kino, eine
 
Bowlingbahn und noch viele weitere Annehmlichkeiten des täglichen Lebens. Kostenpunkt des kleinen Schlosses: 75 Millionen US-Dollar. Ein Nachteil hat das Angebot allerdigs. Beim Ausbruch der Finanzkrise ließ der Bauherr die Arbeiten stoppen, seitdem harrt die Villa ihrer Vollendung. Aber das kann für den Käufer auch von Vorteil sein: den Innenausbau kann er noch nach seinen Wünschen gestalten lassen. 





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