Südafrika
Ke nako - es ist Zeit
Der WM läuft! Wird sich die Fußball-Weltmeisterschaft positiv auf den zuletzt schwächelnden Immobilienmarkt Südafrikas auswirken?
von Nanette Kröker, Kapstadt
Beliebtestes Ziel für Immobilienkäufer ist Kapstadt
Image und Zahlen sprechen allerdings eh eine unterschiedliche Sprache, denn trotz negativer Schlagzeilen kommen jährlich mehr Touristen nach Südafrika. 3,6 Prozent Wachstum kann Tourismusminister Marthinus van Schalwyk für sein Land im vergangenen Jahr verzeichnen – während unterdessen die weltweite Wirtschaftskrise der Tourismusbranche Einbußen von vier Prozent gebracht hat. Auch der Immobilienmarkt schreibt wieder bessere Zahlen, nachdem auch Südafrika nicht von sinkenden Immobilienpreisen und zurückhaltenden Käufern verschont blieb. Seit Oktober 2009 scheint sich der Markt zu erholen. „Immobilien, die im letzten Jahr in durchschnittlich sechs Monaten verkauft wurden, wechseln heute in weniger als zwei Monaten den Besitzer“, beobachtet Michael Hauser, langjähriger Makler bei Seeff in Kapstadt. Die größte Nachfrage kommt aus dem eigenen Land, denn Kapstadt ist nicht nur bei Ausländern das mit Abstand beliebteste Immobilienziel in Südafrika.
Preise wie vor drei Jahren
Die Preise sind mit denen aus dem Jahr 2007 vergleichbar: Stadtwohnungen kosten umgerechnet ca. 200.000 bis 400.000 Euro, Häuser in guter Lage liegen bei 350.000 bis 600.000 Euro für ein Objekt mit drei bis vier Zimmern und Garten im zentralen Kapstadt. Im stets begehrten Camps Bay (der „Côte d’Azur“ Kapstadts) liegen die Preise für Villen bei 450.000 bis 800.000 Euro. Aber auch Immobilien für drei Millionen Euro sind hier keine Seltenheit. Der Markt scheint sich zu stabilisieren und zeigt nun nach dem Einbruch von 20 Prozent wieder leichte Steigerungen. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Januar 2010 mehr Immobilien für mehr Geld in kürzerer Zeit verkauft worden. Seit Oktober 2009 lässt sich ein stetiger Aufwärtstrend beobachten. Ein Problem bleibt die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditbewilligung, was sich darin zeigt, dass 50 Prozent der Verkäufe bar und nicht bankfinanziert abgewickelt werden. „,Normalerweise‘ liegt diese Quote bei 15 Prozent. Sobald sich dies wieder einrenkt, wird sich der Immobilienmarkt sicher schnell erholen“, beurteilt Annette Evans von Propstats.
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