Wohnungsmarkt
Eigentumswohnungen auf dem Vormarsch
Wie eine aktuelle Studie im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) ergab, stieg der Anteil der Wohneigentümer auf der Etage in den westlichen Bundesländern in den letzten 25 Jahren um sieben Prozent an

Laut LBS Research sind die Eigentumswohnungen überall dort gefragt, wo Bauland für Ein- und Zweifamilienhäuser knapp bzw. teuer ist. Ausschließlich mit Eigenheimen läge z.B. die Wohneigentumsquote in Städten über 500.000 Einwohnern nur bei 11 Prozent, mit Stockswerkseigentum jedoch doppelt so hoch, nämlich bei 22 Prozent. Bemerkenswert ist für die LBS-Experten, dass der Anteil der Selbstnutzer auf der Etage an allen Haushalten in Städten von 20.000 bis 100.000 Einwohnern fast genauso groß ist wie in den Städten ab 100.000 Einwohnern, nämlich bei rund 10 Prozent. Die enormen Unterschiede gebe es dagegen beim Anteil der Eigenheime. Sie seien bei Städten unter 100.000 Einwohnern drei- bis fünfmal so häufig vertreten wie in den Metropolen ab 500.000 Einwohnern.
Im Blick zurück ist für die Fachleute von LBS Research besonders auffällig, wie schnell die Quote selbst genutzter Eigentumswohnungen in den neuen Bundesländern gestiegen ist. Der Bau neuer Objekte, aber auch die Umwandlung bestehender Miet- in Eigentumswohnungen habe inzwischen dazu geführt, dass der Anteil von Wohneigentum auf der Etage sich dort von 1993 bis 2008 von 9 auf 17 Prozent fast verdoppelt hat. Er liege damit nur noch 5 Prozentpunkte hinter der Quote in den westlichen Bundesländern. Dort ist der Anteil kontinuierlich von 15 Prozent (1983) über 19 Prozent (1998) auf 22 Prozent im Jahre 2008 gestiegen. Der Aufholprozess im Osten ist, wie die LBS-Experten betonen, umso beachtlicher, als das meist ausreichende Grundstücksangebot generell deutlich leichter den Eigenheimbau zulässt als im ehemaligen Bundesgebiet. Allerdings sei der Einfamilienhausbestand lange noch nicht so groß.
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* Im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) befragt das Statistische Bundesamt alle fünf Jahre private Haushalte zu ihren Einnahmen und Ausgaben, zur Vermögensbildung, zur Ausstattung mit Gebrauchsgütern und zur Wohnsituation.
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