Mallorca: Inselmitte
Wo der Wein wächst
Ruhe und Dorfleben, Gebirgskulisse und Weinberge: Wer das authentische Mallorca sucht, ist in der Inselmitte richtig - auch weil das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Ein Marktreport
von Gerald Paschen
Größer könnte der Gegensatz kaum sein: Eben noch im Epizentrum des Mallorca-Trubels an der Platja de Palma mit Ballermann, Biertränken und Bettenburgen. Jetzt geht die Fahrt vorbei an nostalgischen Windmühlen, mittelalterlichen Dorfensembles und grünen Feldern. Nicht mehr als zehn Autominuten trennen die Urlaubshochburgen und Luxusanlagen der Küste von dem „anderen Mallorca“, das sich über den zentralen Teil der Insel erstreckt.
Wir fahren durch das Land der Weinmacher, wo auf der typischen rotbraunen Erde, dem call vermell, ab dem Frühjahr grüne Rebstöcke der Landschaft ein romantisches Flair verleihen. Denn ob mit den heimischen Rebsorten Manto Negro, Moll und Fogoneu oder französischen wie Merlot, Cabernet Sauvignon und Chardonnay – in puncto Weinqualität hat Mallorca in den letzten Jahren deutlich zugelegt, und der Handel boomt. Zwar kann Wein auf der ganzen Insel angebaut werden, aber in der Inselmitte liegen die beiden Gebiete, die das begehrte Herkunftsprädikat für spanische Weine, die Denominación de Origen (D.O.), erhalten haben. Binissalem heißt das eine. Es ist relativ klein und erstreckt sich zwischen Palma und Inca auf 500 Hektar über die Gemeindegebiete von Santa Maria, Santa Eugènia, Consell, Binissalem und Sencelles. Die Region liegt im Schutz des Tramuntana-Gebirges. Die Sommer sind hier heiß und trocken, die Tagestemperaturen höher als an der Küste. Angebaut werden vor allem Rotweine, wobei die heimischen Rebsorten meist dominieren.
Das D.O.-Gebiet Pla i Levant ist dagegen wesentlich größer und umfasst beinahe die gesamte restliche Inselmitte sowie den Ostteil – abgesehen vom unmittelbaren Küstenbereich. Gute Weinkellereien gibt es beispielsweise in Algaida, Porreres, Felanitx, Manacor und Petra. Typisch für die Weine dieses Gebiets ist das stärkere Gewicht der importierten Rebsorten, was dem Geschmack oft durchaus guttut.
Wer sich in den Weingebieten eine Immobilie zulegt, kann durchaus darüber nachdenken, selbst Wein anzubauen. „Wenn man den Wein verkaufen will, muss es sich allerdings um eingetragenes Weinland handeln“, erklärt der Makler Martin Köhler von der Firma Inmobiliaria Santa Maria. Eine zweckmäßige Mindestgröße für den Hobby-Weinanbau seien 7.000 Quadratmeter. Um vom Weinanbau leben zu können, sind allerdings eher 20.000 bis 30.000 Quadratmeter notwendig. Für vier Hektar Weinflächen müssen rund 400.000 bis 500.000 Euro bezahlt werden. Dabei sollte bedacht werden, dass es in Spanien bereits eine Überproduktion von Wein gibt.
Wir fahren durch das Land der Weinmacher, wo auf der typischen rotbraunen Erde, dem call vermell, ab dem Frühjahr grüne Rebstöcke der Landschaft ein romantisches Flair verleihen. Denn ob mit den heimischen Rebsorten Manto Negro, Moll und Fogoneu oder französischen wie Merlot, Cabernet Sauvignon und Chardonnay – in puncto Weinqualität hat Mallorca in den letzten Jahren deutlich zugelegt, und der Handel boomt. Zwar kann Wein auf der ganzen Insel angebaut werden, aber in der Inselmitte liegen die beiden Gebiete, die das begehrte Herkunftsprädikat für spanische Weine, die Denominación de Origen (D.O.), erhalten haben. Binissalem heißt das eine. Es ist relativ klein und erstreckt sich zwischen Palma und Inca auf 500 Hektar über die Gemeindegebiete von Santa Maria, Santa Eugènia, Consell, Binissalem und Sencelles. Die Region liegt im Schutz des Tramuntana-Gebirges. Die Sommer sind hier heiß und trocken, die Tagestemperaturen höher als an der Küste. Angebaut werden vor allem Rotweine, wobei die heimischen Rebsorten meist dominieren.
Das D.O.-Gebiet Pla i Levant ist dagegen wesentlich größer und umfasst beinahe die gesamte restliche Inselmitte sowie den Ostteil – abgesehen vom unmittelbaren Küstenbereich. Gute Weinkellereien gibt es beispielsweise in Algaida, Porreres, Felanitx, Manacor und Petra. Typisch für die Weine dieses Gebiets ist das stärkere Gewicht der importierten Rebsorten, was dem Geschmack oft durchaus guttut.
Wer sich in den Weingebieten eine Immobilie zulegt, kann durchaus darüber nachdenken, selbst Wein anzubauen. „Wenn man den Wein verkaufen will, muss es sich allerdings um eingetragenes Weinland handeln“, erklärt der Makler Martin Köhler von der Firma Inmobiliaria Santa Maria. Eine zweckmäßige Mindestgröße für den Hobby-Weinanbau seien 7.000 Quadratmeter. Um vom Weinanbau leben zu können, sind allerdings eher 20.000 bis 30.000 Quadratmeter notwendig. Für vier Hektar Weinflächen müssen rund 400.000 bis 500.000 Euro bezahlt werden. Dabei sollte bedacht werden, dass es in Spanien bereits eine Überproduktion von Wein gibt.
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