Mallorca
Adios Artà
Gerüchte kursierten schon lange, jetzt ist es amtlich: Boris Becker verkauft sein 265.000 Quadratmeter großes Anwesen im Nordosten Mallorcas
von Gerald Paschen
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Boris Becker will sich nach jahrelangem Streit mit den Behörden endgültig von seiner Villa auf Mallorca trennen |
Als "repräsentativen Luxus-Landsitz mit Stil" offeriert das Maklerunternehmen Kühn & Partner in seiner "Premium Selection" die Finca Son Coll bei Artà auf Mallorca. Und "märchenhaft" sei sie, heißt es in der Hochglanzbroschüre der Firma. Märchenhaft ist allerdings auch die Gewinnerwartung des Tennisidols. Spekuliert wird in den Inselgazetten über einen Verkaufspreis von 15 Millionen Euro; Becker soll Ende der neunziger Jahre angeblich rund eine Million Mark für den Großgrundbesitz mit Finca-Ruine gezahlt haben. Die angepeilte Verkaufssumme dürfte wohl den Ärger vergessen lassen, den der Tennisstar acht Jahre lang mit Son Coll hatte.
Im Januar 2000 wurde ein Baustopp für den 1998 begonnenen Finca-Neubau verhängt. Der Grund: Mit über 900 Quadratmetern Fläche war das Domizil fast doppelt so groß geraten, wie es erlaubt gewesen wäre. Es folgten jahrelange Rechtsstreitigkeiten und eine Abstrafung Beckers mittels Bußgeldern sowie ein Teilabriss der neu gebauten Villa. Dass Mallorcas Bauaufsichtsbehörden nicht mit sich spaßen lassen, hatte Jahre zuvor sogar schon die Schwester von König Juan Carlos erfahren müssen: Sie war dazu angehalten worden, die oberste Etage ihres Hauses neben dem Königspalast wieder abzureißen.
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